Ihr Lieben,
welch Schreck den ich heute erleiden durfte und mich dann einfach hingab.
Was ich vor einigen Tagen im «Halbtraumstadium» zu Papier gebracht hatte, war wie vom Erdboden verschwunden.
Einiges hat mich seit dem Thema und Treffen neue Spiritualität bewegt und letztlich veranlasst diesen Text mit euch zu teilen. Der in meinem Erfühlen irgendwie alles enthält, was sich gerade so zeigt. Das Alte das gesehen werden will, das was wir kennen, aus welcher Zeit auch immer, das was wir gerade erleben, das was bewegt, das was zum Nachdenken anregt und das was sein kann – unsere Visionen.
( Seht mir SchönheitsFehler vor – Perfektionismus findet sich nur in der Form – nicht im Fluss )
Seid umarmt in dieser Zeit – Karin

Ich bin erwacht.
Die Augen noch fest verschlossen, wie ein Neugeborenes
fühle ich.
Den Raum um mich herum,
die kühle und erfrischende Luft um mich herum,
noch warm eingepackt in die dicke Decke der Nacht.
Lausche den Vögeln, deren wunderbarer Gesang mich erfüllt
und die tiefe Verbundenheit mit allem um mich herum.
Wo fange ich an, wo höre ich auf?
Irgendwas war heute anders. So lieblich, so süß, so warm und herzerweiternd. Innerlich so still und weit.
Die Stimmen der Vögel, ein wahrlich lieblicher Gesang, der mich früher schon mal genervt hatte, wenn der Morgen nicht so …..
ja so anders war.
Die Augen immer noch fest verschlossen, sah ich mich an einem Fenster stehen und über ein grünes Tal hinausblicken. Das grüne Tal mit der etwas seltsamen, aber doch vertrauten Vegetation, den hohen Bäumen und den dichten Blumenfeldern. Dem gewundenen Weg unter mir und dem Fluss der sich in der Weite verlor.
Das Fenster vor dem ich stand, groß und weit, oval wie in den Felsen gehauen war mir nicht fremd, ganz im Gegenteil immer schon hat es mich begleitet – mir einen Blick nach draußen ermöglicht.
Nebelschwaden bedecken das Bergmassiv vor mir, den Bergdrachen, Grizok wie ich sie liebevoll nenne, auf deren Kopf morgens die ersten Sonnenstrahlen einen rosa Schimmer legen.
Sonnwend, der Name, und das erste mal wurde mir so richtig bewusst wie treffend denn dies für den jetzigen Augenblick – die Wende – scheint.
Creation of the new myths – die Worte hallen wider in meinem Kopf und gleiten wie Nebelschwaden durch das Tal. Die große Vision des Lebens.
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Die tiefste Tiefe und die höchste Höhe
Das dunkelste Dunkel und das hellste Licht
IO
Die stillste Stille
Das innerste des Orkans
Die Mitte der Mitten
Kein Ort, kein Raum, keine Zeit
IO
Alle Herzen vereint
Die 7 als Mitte der 13
Die Spitze des Dreiecks
IO
Rein und Unverfälscht
Im Frieden – mittendrinnen
Worte, Handeln, Tun – nur Worte, nur Bewegung – ziehen vorbei
Nur das ICH will
Will erkennen, will forschen, will klären
will lieb sein, will toben, will lieben, will hassen
.
Will Geschichten auf die weiße Leinwand bringen. Kreativ sein und vor Lebensfreude sprühen – zwischen den Wolken tanzen über die Landschaft fliegen und den herrlichen Duft der Blumen in die Lungen saugen. Jetzt. Kein gestern und kein morgen – denn das will es selbst erschaffen.
Selbst die verwegensten Träume würden davon in den Schatten gestellt.
Dann war es wieder präsent, das wunderbare Gefühl tief in mir und bringt mich an das Feuer das wir entzündet haben. Ein Freudenfest in all dem was uns gerade so umgibt an wahrlich Schwerem und Alltäglichem.
Wir haben uns verabredet, wir Frauen, uns in unserem Kreis zu treffen, um das Beltanefest gemeinsam zu begehen.
Ein Mondfest im Jahreskreis, Begrüssung der nun lichten Zeit, des Sommers, der Fruchtbarkeit, die Heilige Hochzeit zwischen Himmel und Erde.
Und was vor gar nicht allzu langer Zeit so unvorstellbar, so treffen wir uns im Lichte der Vollmondin aus den verschiedensten Regionen und Ländern – vor dem Bildschirm, in einer Lifeschaltung.
Nichts davon hat der Schönheit und Freude des Abends den Glanz nehmen können. Es sind die Herzen die verbunden sind. So als ob wir alle wie selbstverständlich vor diesem Feuer sitzen und die gemeinsame Zeit geniessen.
Achtsam wird das Feuer entzündet – ganz in alter Manier mit 9 verschiedenen Holzarten, gesammelt im Jahr zuvor. Es hat was Heiliges, was Ehrfürchtiges und Feierliches. Die Alten wussten wie wahre Feste zu feiern sind.
Während das Feuer munter vor sich herknistert,
plaudern wir munter darauf los.
Was hat uns die Tage denn bewegt.
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Die Mythen – wir schreiben sie,
wir schreiben unsere neuen Geschichten,
wir schreiben unser neues Leben.
Achtsam – in dem Wissen sie könnten einst gelesen werden und
wir sind mittendrinnen.





