
Es war als ich begann, das Tun im Außen zu unterbrechen um innezuhalten, mich zu setzen und mich der Lektüre eines soeben erworbenen Buches zu öffnen. Dann, von Seite zu Seite, mehr und mehr in die Botschaft des Gelesenen einzutauchen, mich einer Perspektive hinzugeben, die die Entwicklung meines sich erweiternden Bewusstseins maßgeblich beeinflusste.
Es war als ich begann einen Weg zu beschreiten, von dem es kein Zurück gibt. Ein Weg, der jeden meiner nachfolgenden Schritte wie mit magischen Kräften klar in die eine Richtung weist: weiter und weiter nach vorn. Schritt für Schritt. Kleine Schritte, größere Schritte, stets in meinem eigenen Tempo.
Es war als ich begann, den Mut in mir zu spüren, meine innere Stimme wahrzunehmen.
Es war als ich begann, den Mut in mir zu spüren, auf meine innere Stimme zu hören.
Es war als ich begann mich dafür zu öffnen, meiner inneren Stimme Raum zu geben.
Es war als ich begann, den Weg nach innen tiefer und tiefer zu entdecken. Eine Reise von unbestimmter Dauer mitten hinein und durch das Licht und den Schatten meiner miteinander verschlungenen Erfahrungen und Glaubenssätze, die ich im Laufe meiner Erdenjahre hier bereits abgelegt hatte.
Es war als ich begann über das Singen hinaus eine neue Qualität meiner Stimme zu erforschen: die Qualität des Zugangs zu Seelenräumen, und damit zu tiefgreifenden und lebensverändernden Prozessen. Seither erlebe ich immer wieder neu, wie die Stimme in bis dahin verborgenes Dunkles, Dichtes, Enges führt, wie sie dieses Dickicht mit ihren heilenden Schwingungen achtsam und allmählich durchlichtet und in eine neue Ordnung bringt, sodass sich der Glanz der Seele wieder mehr und mehr auszubreiten vermag.
Indem ich auf diese Weise Schicht für Schicht das abtrage, was sich wie stumpf und matt über den Glanz der reinen Seele gelegt hat, nähere ich mich immer mehr dem Wahren des MenschSeins, dem einen BewusstSein, das uns alle miteinander verbindet. Der allumfassenden Liebe.
Es war als ich begann zu erkennen, dass ich der wichtigste Mensch in meinem Leben bin.
Es war als ich begann zu allererst mir selbst treu zu sein. Mein Ich Bin anzuerkennen. Das Göttliche nicht länger im Außen zu suchen. Die Eine Quelle liegt in mir, in Dir, in uns allen.
Es war als ich begann loszulassen, als ich bereit war die Dinge, Gewohnheiten und Menschen zu verabschieden, die wie von selbst aus meinem Leben verschwanden, oder die sich nicht mehr stimmig anfühlten, die mich nicht mehr nährten. Begegnungen, die einen Raum der Leere in mir zurückließen.
Es war als ich begann meine Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was mich meine anfangs leise pulsierende Lebendigkeit erahnen ließ und, je mehr ich sie willkommen hieß, sie ihre vitalisierende Kraft entfaltete.
Es ist, seit ich es wage, ganz einzutauchen in das Meer des Lebens als der eine Tropfen, einzutauchen in die Verbundenheit der dieses Meer bildenden Tropfen, der tragenden Kraft zu vertrauen, mich der Bewegung seiner Wellen hinzugeben.
Es ist seit ich es wage dazu bereit zu sein, gewaschen, völlig durchnässt bis auf die Haut zu werden, im tobenden Sturm herumgewirbelt, untergetaucht, emporgehoben, an den Strand gespült, nach Atem ringend. Dann wieder auf kaum wahrnehmbaren Wellen sanft gewiegt zu werden, unter strahlend blauem Himmel, weit, frei, grenzenlos.
Es ist mein klares Ja zum Leben.
Es war als ich begann mich selbst zu lieben, da erwiderte die Welt meine Liebe.
Das Ja zum Leben bedeutet auch das Ja zu sich selbst, zu seiner Schönheit und Einzigartigkeit.
Wir sind alle ein unverkennbarer Klang in dieser unendlichen Symphony der Schöpfung.
Deine innere Stimme kommt hier so klar rüber und berührt mich.
Du hast deine Stimme gefunden und erhoben. DANKE.