Mein Weg und die Wiederentdeckung der Spiritualität

Ganz deutlich spüre ich, dass sich etwas in mir bei dem Begriff „Neue Spiritualität“ sträubt.

Was kann überhaupt im Universum neu sein? Ist es nicht vielmehr ein schon immer vorhandenes Wissen, von dem man uns vor allem durch die religiösen Institutionen Kirche bewusst abgeschnitten hatte und wir nun gleichsam ange­stoßen durch die äußeren Wirren nach neuen Werten suchend uns dieses verborgene Wissen wieder aneignen müssen? Klein gehalten als Sünder, der irgendwann nach dem Tod von einem gnädigen, aber doch auch strafenden Gott befreit ins Paradies gelangt, nachdem er, wenn alles gut geht, jedoch zuerst noch durch ein Fegefeuer, später als Ort der Läuterung bezeichnet, gehen muss.

Das war für mich schon immer kaum nachvollziehbar. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ein gütiger Gott so etwas verlangt oder uns gar bestraft.

Später wurde mir klar, dass jeder für das, was er tut, gerade­stehen muss, manchmal unmittelbar, manchmal etwas spä­ter, vielleicht auch in einem späteren Leben, und dass dies überhaupt nichts mit Strafe zu tun hat, sondern mit dem Naturgesetz von Säen und Ernten.

Und was ist überhaupt das Paradies? Die Bilder, die ich davon gesehen habe, unterschieden sich in keiner Weise von denen, die ich von unserer schönen Erde hatte.

Ich hatte als Kind das große Glück, einen wanderbegeisterten Vater zu haben, der von meinem jüngsten Kindesalter, jeden Sonntag eine Tagestour bei schönem Wetter im nahege­le­genen Schwarzwald mit uns (meiner Mutter und mir) machte. Er kannte sich dort aus, wie in seiner Hosentasche.

Ab meinem Alter von 8 Jahren verbrachten wir noch oben­drein die 6-wöchigen Sommerurlaube in den österreichi­schen Alpen zum Wandern.

Manchmal denke ich wieder darüber nach und es entsteht der Eindruck, dass ich bestimmt schon einmal die Erde umrundet habe. Die Blicke von den Berggipfeln, die Klammen mit ihren Was­ser­fällen und rauschenden Strudeln, die weiten Bergwie­sen mit Kühen, deren Glockentöne die Landschaft in Schwingung versetzten….

Was konnte denn noch schöner sein? War das nicht schon das Paradies? Oft lag ich auf der Wiese, träumte meinen Gedan­ken nach, folgte den Wolken. Ich brauchte kein Buch, keinen Radio, aus dem Musik plärrte. Die Landschaft erzählte genug, die Vögel, die es noch reichlich gab, machten die Musik und ich allein, das war genug.

Dem Herzen folgen, der Intuition lauschen… war das nicht schon Spiritualität?

Natürlich war dieser Begriff nicht üblich. Den ordnete man den Mystikern zu, aber nicht dem gewöhnlichen Volk, bei dem es eher Ausdruck verrückte Phantasien oder Träumer­eien waren. Oft wurde er auch mit „Spiritismus“ verwechselt.

Dazu erinnere ich mich noch an ein Erlebnis und die Inter­pretation unseres Pfarrers dazu, die mir nur Kopfschütteln bereitete.  Meine Mutter, zu der ich auch ein inniges Ver­hältnis hatte, war gestorben. Ich machte mir einige Zeit Vor­würfe, was für eine blöde Tochter ich bin, dass ich am letzten Tag ihres Lebens beim Besuch im Krankenhaus nicht erkannt hatte, wie schlecht es um sie steht.

Nach etwa 4 Wochen erschien sie mir als strahlende Gestalt im Traum und ich sagte zu ihr „Ah……, auf diesen Augenblick habe ich schon so lange gewartet“, und sie antwortete mir: „Was ist denn, es ist doch alles in Ordnung“. Und als ich auf sie zuging, verschwand sie wieder dorthin, woher sie gekom­men war. Seit dieser Zeit waren meine Zweifel wie wegge­blasen und ich erzählte diese Geschichte unserem Pfarrer. Seine Antwort war, da ist einfach ihre Psyche mit ihnen durchgegangen……

Doch tief in mir wusste ich, es war real – und ich bin mit der in mir schon immer vorhandenen spirituellen Ebene in Be­rührung gekommen, lange absichtlich ferngehalten, herunter­gespielt als Spinnerei, damit die Menschen ja nicht in ihre wirkliche Kraft kommen.

Heute kommt sie immer mehr zutage, etwa so wie man ein verborgenes Heiligtum, eine Pyramide, einen Palast entdeckt, auf die man „zufällig“ stößt, besser „gestoßen wird“ und dann plötzlich bricht sie wieder mit unerhörter Kraft hervor.

Es war an der Zeit, sie wieder zu entdecken, denn die sich immer höher windende Spirale von Konsum, falscher Ideale und Idole, eines hybriden Denkens von immer mehr, immer größer, immer höher musste enden, die wahren Antreiber des unendlichen Spiels zeigen Ihr wahres Gesicht. Außerdem hat dieses Spiel zu keiner Zeit die erwartete Befriedigung gebracht hat, weil der Kopf zum Maß aller Dinge gemacht und das Herz und die Seele immer mehr zum Schweigen gebracht wurden und vereinsamten.

Die eingeborenen Völker, verfolgt und fast ausgerottet, haben sich die Spiritualität bewahrt und weitergetragen, weil sie tief in der Natur verwurzelt blieben und sie als große Lehrmeisterin betrachteten.

Auch ich habe die Natur nie anders gesehen und erinnere mich noch gut an eine Diskussion mit meiner Mutter, die, in den 1960iger Jahren an Asthma erkrankt, Cortison ver­schrie­ben bekam. Ich sagte zu ihr: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass in der Natur einfach alles von selbst heilt, weil sie den von Gott gemachten Naturgesetzen folgt, und der Mensch muss mit Hämmern auf Symptome hauen, die nicht heilen, sondern Auf Dauer nur schaden. Da der Mensch ein Teil der Natur ist mussten auch beim Menschen Gesundheit und Krankheit den Naturgesetzen folgen, an deren Entdeckung man jedoch in der Forschung nicht interessiert war, sondern nur daran, wie man an der Krankheit des Menschen möglichst viel Geld verdienen kann.“

Damals reagierte ich intuitiv, ohne wirklich einen Ausweg aus der Misere zu kennen. Diesem begegnete ich erst Jahrzehnte später in der Germanischen Medizin.

Nichts geschieht zufällig, auch wenn es noch so scheinen mag.

Das sehen wir auch daran, dass gerade jetzt alles an die Ober­fläche drängt und bewusst, erneut erfahren und gefühlt wird. Wir dürfen unsere Göttlichkeit spüren und staunen, was alles möglich ist. Die Natur, die momentan noch unter dem Joch einiger weniger leidet, wird, sobald der satanischen Macht Einhalt geboten wurde, in kurzer Zeit wieder explodieren und sich alles zurückholen, was man ihr genommen hat.

Ebenso werden die Tiere und solche die mittlerweile ver­schwun­den sind, wiederkommen und sich ihre Reiche erneut erobern und die, die in unnatürlicher Haltung gefangen gehal­ten sind, werden befreit werden und in ihren natürlichen Lebens­raum zurückkehren.

Die Welt ist bereit dazu.

Ich weiß heute, dass ich die Offenheit für alles, das Urver­trauen und das Gespür für Wahrheit und Lüge mitgebracht habe, obwohl meine Eltern wesentlich dazu beigetragen haben, dass es nicht zugeschüttet wurde.

Trotzdem habe auch ich alles bewusst für mich neu ent­decken und erfühlen dürfen und das war ein langer, ständiger Prozess. Stück für Stück wurde ich weiter gestoßen, sobald sich Fragen aufwarfen, Zweifel laut machten.

Auch ich bin einer gut katholischen Familie aufgewachsen, doch keine mit Scheuklappen. Meine Mutter stammte zwar aus einem eher engstirnig protestantischen Milieu, wo es noch als Verrat am eigenen Glauben betrachtet wurde, dass sie einen katholischen Mann geheiratet hatte.

Darüber hinaus war es (1947) auch noch Bedingung, dass sie bei der Heirat versprechen musste, die kommenden Kinder katholisch zu erziehen.

Obwohl mein Vater ein offener, großzügiger Mensch war, der meiner Mutter die Freiheit ließ, so zu sein, wie sie wollte, näherte sich meine Mutter doch mit den Jahren an meinen Vater an, bis sie, als ich 14 Jahre alt war, aus freiem Willen, wie sie immer betonte, zum katholischen Glauben konvertier­te. Aus manchen Gesprächen mit anderen weiß ich, dass die Konvertiten „120%-ige Katholiken“ waren, und so glaubte sie fest daran, wenn wir Christus nachfolgen wollen, wir auch ein Kreuz (=Krankheit) zu tragen haben. Dem konnte ich eben­falls nicht folgen.

Trotz dieser religiösen Gefangenschaft mit all den Ritualen verkörperte auch meine Mutter mit ihrem unerschütterlichen Glauben und Vertrauen in Gott, dass unser Leben von ihm gelenkt und geleitet wird und man sich keinerlei Sorgen um die Zukunft machen brauchte, das, was ich auch als Spirituali­tät bezeichnen würde.

Natürlich machte ich als Einzelkind auch das ganze katho­lische Programm mit. Nichts in mir rebellierte zur damaligen Zeit, denn mein Verhältnis zu meinen Eltern war geprägt von so großem Vertrauen, das ich (noch) nicht in Frage stellte. Nur die Beichte kam mir seltsam vor, was sollte ich denn sagen, dass ich unachtsam war beim Gebet oder meinen Eltern nicht gefolgt habe????

So erwarb ich gleichzeitig mit meinem Studienabschluss zum Lehramt an der Hochschule die Missio, d.h. die Erlaubnis Religionsunterricht zu erteilen, und engagierte mich nach meiner Heirat und der Geburt von 3 Kindern in unserer Pfarrgemeinde und im Dekanatsrat unserer Stadt.

Natürlich sollten auch meine Kinder eine religiöse Heimat finden.

Zu keiner Zeit empfand ich damals mein Engagement in der Kirche und die Vorbildfunktion, die ich für meine Kinder verkörpern wollte, als Belastung oder als Joch, denn ich war völlig überzeugt davon, dass das, was ich vorlebte, für mich stimmig war und es stand (noch) außer Frage, es anders zu machen.

Vielleicht würde jetzt der ein oder andere „überzeugt“ sein, als „festgefahren“ interpretieren, für mich war es aber immer die Übereinstimmung von Herz und Verstand und daher weiß ich auch heute, dass diese Zeit für mich so sein musste, denn sonst wäre ich heute nicht da, wo ich bin.

Allerdings wunderte ich mich immer wieder und immer öfter, dass viele von denen, die jeden Sonntag in die Kirche „rannten“, in ihrem Alltag so wenig Vertrauen in die Führung Gottes hatten und glaubten, bei allen Problemen selbst nachhelfen zu müssen. Glaubten sie, Gott wisse nicht, was in dieser oder jener Situation für uns notwendig ist?

Natürlich hat jeder erlebt, dass nicht alles in Erfüllung geht, was wir uns vorstellen und das ist gut so.

Ich hatte das jedenfalls das tiefe (Ur)Vertrauen, dass zu jeder Zeit alles richtig ist, wie es ist und irgendwann begann es langsam in mir zu rumoren. Weshalb gelingt es Menschen nicht, dieses Vertrauen aufzubauen? Eigentlich einfach, weil keiner ihnen sagt, wie man das macht. Wenn Krankheit oder Schicksalsschläge immer noch als Sühne für falsches Ver­hal­ten im Leben aufgefasst werden, kann kein Vertrauen ent­stehen.

Für mich gehört zum Vertrauen auch unabdingbar das „Loslassen“. Loslassen heißt nicht, wie oft fehlinterpretiert, „vergessen“, sondern ich kann es gehen lassen, ohne dass es mir noch mich aufregt oder ärgert. Auch das will entdeckt und gelernt sein. 

Das lehrt uns auch die Germanische Medizin, nämlich mit Konflikten umzugehen, sie aufzudecken, zu lösen und loszu­lassen. Wenn wir das nicht lernen, entsteht Krankheit.

In meinem Gottesverständnis konnte manches nicht so sein, wie es uns aus der Bibel interpretiert wurde. Es gäbe dafür zahlreiche Beispiele. Doch als vielleicht hervorstechendstes war für mich die „Jungfrauen Geburt Mariä“.

Ich wusste im Herzen, dass Gott als Schöpfer aller Dinge allwissend und allmächtig ist und alles bewirken könnte. Doch weshalb sollte Er, der alles erschaffen hat und „sah, dass es gut war“, wie es in der Bibel heißt, seine eigenen Gesetz­mäßig­keiten in diesem Fall von Entstehung neuen Lebens außer Kraft setzen? Wozu? Als Beweis seiner Göttlichkeit? Gott braucht sich nicht zu beweisen.

Jesus sagte einmal sinngemäß: „Ich könnte noch so viele Wunder wirken, die Menschen würden es trotzdem nicht glauben.“

Entweder man fühlt die Wahrheit mit dem Herzen oder eben nicht.

Dazu der oft zitierte Satz des Kleinen Prinzen: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen un­sicht­bar“. Doch habe ich mich oft gefragt, wer hat diesen Satz wirklich verstanden?

Wer nicht mit dem Herzen sieht oder hört, kann nicht fühlen, ob etwas stimmt, lässt sich vom Kopf, dem Ego, leiten und wird letztendlich in Zeiten wie diese von der Angst dominiert, weil er sich von der Quelle allen Seins und des Lebens völlig hat abschneiden lassen und damit in einer Opferrolle ver­harrt, abhängig von Ereignissen oder Personen, die helfen.

Das Wesen unserer wiederentdeckten Spiritualität ist meiner Meinung nach jedoch die Erkenntnis unseres Schöpfer­be­wusst­seins, mit dem unsere Opferrolle ein für alle Mal endet, wenn wir es zulassen. Damit übernehmen wir gleichzeitig die volle Verantwortung für unser Leben und das ist der einzige Weg, der in die Freiheit führt.

Ich bin erwacht – bold vis.IO

Ihr Lieben,

welch Schreck den ich heute erleiden durfte und mich dann einfach hingab.

Was ich vor einigen Tagen im «Halbtraumstadium» lächelnd zu Papier gebracht hatte, war wie vom Erdboden verschwunden.

Einiges hat mich seit dem Thema und Treffen neue Spiritualität bewegt und letztlich veranlasst diesen Text mit euch zu teilen. Der in meinem Erfühlen irgendwie alles enthält, was sich gerade so zeigt. Das Alte das gesehen werden will, das was wir kennen, aus welcher Zeit auch immer, das was wir gerade erleben, das was bewegt, das was zum Nachdenken anregt und das was sein kann   – unsere Visionen.

 ( Seht mir SchönheitsFehler vor lächelnd  – Perfektionismus findet sich nur in der Form  – nicht im Fluss ) 

Seid umarmt in dieser Zeit – Karin

Ich bin erwacht.

Die Augen noch fest verschlossen, wie ein Neugeborenes

fühle ich. 

Den Raum um mich herum,

die kühle und erfrischende Luft um mich herum,

noch warm eingepackt in die dicke Decke der Nacht.

Lausche den Vögeln, deren wunderbarer Gesang mich erfüllt

und die tiefe Verbundenheit mit allem um mich herum.

Wo fange ich an, wo höre ich auf?

Irgendwas war heute anders. So lieblich, so süß, so warm und herzerweiternd. Innerlich so still und weit.

Die Stimmen der Vögel, ein wahrlich lieblicher Gesang, der mich früher schon mal genervt hatte, wenn der Morgen nicht so …..

ja so anders war.

Die Augen immer noch fest verschlossen, sah ich mich an einem Fenster stehen und über ein grünes Tal hinausblicken. Das grüne Tal mit der etwas seltsamen, aber doch vertrauten Vegetation, den hohen Bäumen und den dichten Blumenfeldern. Dem gewundenen Weg unter mir und dem Fluss der sich in der Weite verlor.

Das Fenster vor dem ich stand, groß und weit, oval wie in den Felsen gehauen war mir nicht fremd, ganz im Gegenteil immer schon hat es mich begleitet – mir einen Blick nach draußen ermöglicht.

Nebelschwaden bedecken das Bergmassiv vor mir, den Bergdrachen, Grizok wie ich sie liebevoll nenne, auf deren Kopf morgens die ersten Sonnenstrahlen einen rosa Schimmer legen.

Sonnwend, der Name, und das erste mal wurde mir so richtig bewusst wie treffend denn dies für den jetzigen Augenblick – die Wende  – scheint.

Creation of the new myths – die Worte hallen wider in meinem Kopf und gleiten wie Nebelschwaden durch das Tal. Die große Vision des Lebens. 

.

Die tiefste Tiefe und die höchste Höhe

Das dunkelste Dunkel und das hellste Licht

IO

Die stillste Stille

Das innerste des Orkans

Die Mitte der Mitten

Kein Ort, kein Raum, keine Zeit

IO

Alle Herzen vereint

Die 7 als Mitte der 13

Die Spitze des Dreiecks

IO

Rein und Unverfälscht

Im Frieden – mittendrinnen

Worte, Handeln, Tun – nur Worte, nur Bewegung – ziehen vorbei

Nur das ICH will

Will erkennen, will forschen, will klären

will lieb sein, will toben, will lieben, will hassen

.

Will Geschichten auf die weiße Leinwand bringen. Kreativ sein und vor Lebensfreude sprühen – zwischen den Wolken tanzen über die Landschaft fliegen und den herrlichen Duft der Blumen in die Lungen saugen. Jetzt. Kein gestern und kein morgen – denn das will es selbst erschaffen.

Selbst die verwegensten Träume würden davon in den Schatten gestellt.

Dann war es wieder präsent, das wunderbare Gefühl tief in mir und bringt mich an das Feuer das wir entzündet haben. Ein Freudenfest in all dem was uns gerade so umgibt an wahrlich Schwerem und Alltäglichem.

Wir haben uns verabredet, wir Frauen, uns in unserem Kreis zu treffen, um das Beltanefest gemeinsam zu begehen.  

Ein Mondfest im Jahreskreis, Begrüssung der nun lichten Zeit, des Sommers, der Fruchtbarkeit, die Heilige Hochzeit zwischen Himmel und Erde.

Und was vor gar nicht allzu langer Zeit so unvorstellbar, so treffen wir uns im Lichte der Vollmondin aus den verschiedensten Regionen und Ländern – vor dem Bildschirm, in einer Lifeschaltung.

Nichts davon hat der Schönheit und Freude des Abends den Glanz nehmen können. Es sind die Herzen die verbunden sind. So als ob wir alle wie selbstverständlich vor diesem Feuer sitzen und die gemeinsame Zeit geniessen.

Achtsam wird das Feuer entzündet – ganz in alter Manier mit 9 verschiedenen Holzarten, gesammelt im Jahr zuvor. Es hat was Heiliges, was Ehrfürchtiges und Feierliches.   Die Alten wussten wie wahre Feste zu feiern sind.

Während das Feuer munter vor sich herknistert,

plaudern wir munter darauf los.

Was hat uns die Tage denn bewegt.

.

Die Mythen – wir schreiben sie,

wir schreiben unsere neuen Geschichten,

wir schreiben unser neues Leben.

Achtsam – in dem Wissen sie könnten einst gelesen werden und

wir sind mittendrinnen.

12 Thesen zur Neuen Spiritualität

  1. Zur Essenz des Menschseins gehört die Fähigkeit zum Glauben an etwas Höheres. Der Mensch ist seinem Wesen nach ein spirituelles Wesen, das die Erfahrung des Menschseins macht: Engel auf Erden in Menschen-Gestalt.
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  2. Diese essentielle Spiritualität des Menschen hat in den verschiedenen Zeiten und verschiedenen Kultu­ren unterschiedliche religiöse Formen angenommen.
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  3. In den matrilinearen Gesellschaften (die Mutter war bekannt, väterlicher Stammbaum gab es nur in den Königshäusern) stellten sich die Menschen das Göttliche als Mutter vor, als Gebärende und Nährende: Am Anfang war die Frau. [Dies war kein Matriarchat im engen Sinne, da die Frauen nie „geherrscht“, sondern in ihrer Weisheit um das Leben die Gesellschaft lebensfreundlich geführt haben. Die spätere gewaltorientierten HERRschaften ganzer Reiche oblagen den Männern.]
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  4. Frauengesellschaften waren es, die die Menschheit zivilisierten: Während Männer noch jagten, bauten Frauen schon Pflanzen an und zogen Haus- und Nutztiere auf, entwickelten Rituale und Kulte, ließen von Sklaven Tempel ihrer Göttinnen bauen, entwickelten Sprache und Heilkünste.
    Die mensch­­liche Kultur ist dem Wesen nach weiblich. Der lebensvernichtende Krieg dem Wesen nach männlich.
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  5. Doch die von der Göttin geführten Urgesellschaften konnte die Menschen offensichtlich nicht vor den Naturgewalten beschützen. Naturkatastrophen brachen über die Menschen ein (der Mythos der zehn biblischen Plagen), da halfen keine Tieropfer, keine Menschenopfer. Die Natur war offensicht­lich stärker als die Göttin, ihre Priesterinnen und ihre Kulte. Die Natur selbst verjagte die Menschen aus dem ursprünglichen Paradies. Die Göttin und ihre Gesellschaft hatten „versagt“.
    Männer glaubten, es besser machen zu können, spielten sich als „Retter gegen die Natur“ auf.
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  6. Das Patriarchat entstand als neue Macht über die Natur – und mit ihr eine männerdominierte Göt­ter­welt. Die ersten Schulen der Männer waren Kasernen für die Söhne. Aus den Jägern an Tieren wurden Krieger gegen andere Männer und Stämme. Männer sind die Väter des Krieges, die zwi­schen­menschlichen Konflikte mit verleumderischer Manipulation und Gewalt lösten.
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  7. Die Entfremdung des Menschen von der Natur entfremdete ihn auch von seiner natürlichen Spiritualität. Religionen wurden zur Herrschafts-Legitimation, Kriege wurden „im Namen Gottes“ geführt, Menschen in Klassen eingeteilt, hier die Übermenschen, dort die Untermenschen. Die Religionen wurden seelenlos, gnadenlos und unbarmherzig.
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  8. Am Ende der Entwicklung huldigten auch die Religionen dem „Mammon“, dem Gott des Materia­lismus. Auch die Religionen verloren ihre Seele – und damit ganze Gesellschaften, ganze Kulturen. Alles seelenlos Gewordene ist jedoch dem Untergang geweiht. Der Verlust der Seele ist der Verlust der Lebenskraft und Lebensfreude. Der Materialismus, die geist- und seelenlose Götzenanbetung von Gold und anderen Insignien des dämonischen Mammons obsiegte gegen den Spiritualismus, die Lobpreisung des Geistes über der Materie: im Osten der atheistische „dialektische Materialismus“, im Westen das Primat des Geld-Materialismus und der Gier nach HABEN.
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  9. Die Menschen verdrängten den mütterlichen Charakter der Materie, wurden mit der Aus­beu­tung von Mutter Erde zum globalen „Motherfucker“, dem Beginn des globalen Selbstmordes der männer­dominierten Menschheit. Statt verbindlicher Liebe herrscht trennender Selbsthass.
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  10.  Doch das Patriarchat hat Mutter Erde nie beherrschen können und sich vor ihrer Rache gefürchtet. Es ist die tiefsitzende Angst vor der Rache der Natur, ihrer Plagen. Diese Angst ist tief irrational. Wie weit wird Mutter Erde mit ihrer Viren-Plage gehen? Wen wird sie verschonen? Wie ist sie für die Herrschenden zu manipulieren? Können wir uns gegen ihre Rache impfen lassen?
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  11.  Doch wir sind alle Kinder von Mutter Erde, unser Herz schlägt in ihrem Rhythmus. Wir wissen im Inneren um unser frevelhaftes Fehlverhalten. Unsere natürliche Spiritualität und Güte als Men­schen sind unser Gewissen und Wissen um das Göttliche in uns, in den anderen Menschen, in Tieren und Pflanzen, in Mutter Erde selbst. 
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  12.  Das macht unsere „Neue Spiritualität“ aus: Sie kommt von keinen Propheten und heiligen Büchern, sondern direkt aus unserer Seele, unserem Gewissen, unserem leidenschaftlichen Mensch­sein. Unsere innere Spiritualität braucht keine äußere Religion, sondern unsere innere Wahrhaftig­keit und Güte. Wir sind die stärksten Kritiker der Religionen, die das Leben selbst verraten haben, weil wir die unsterb­liche Verkörperung unserer inneren Spiritualität sind.

Wir sind die Sehnsucht des Lebens nach sich selbst. Das wahrhafte Leben ist unsere Religion, die Verwurzelung in Mutter Erde. Das Leben und die Liebe ist unsere Weltreligion.

Neue Spiritualität

Im Zuge des Wandels, in dem wir uns zur Zeit befinden, wird sich die Spiritualität immer weiter verändern.

Neue völlig andere Dimensionen wird sie annehmen. Die für viele von uns noch nicht vorstellbar oder lebbar sind. Es erfolgt ein wundervoller Aufstiegs-Prozess für die gesamte Menschheit. Einzigartig und noch nie dagewesen. Mit einem ganz anderem Bewusstsein, einer Liebe (Herz zu Herz), neue Kommunikationswege, neue Technologien usw.

Dass Göttinnen da sein, das Matriarchat, hebt sich hervor, fern ab dem Patriarchat. Wir kehren wieder zu dem zurück, was wir schon immer waren.
Das wir Seele sind und einen physischen Körper besitzen. Den wir uns, für unser Dasein, hier auf Erden ausgesucht haben. Mit allen Erfahrungen, die dazu gehören.

Mit der sogenannten alten Spiritualität, die schon seit Anbeginn in uns lebt. Die immer da war und ist, wir somit auch nie von ihr getrennt waren. Doch leider wurde sie lange runtergemacht oder ignoriert. Die Spiritualität durfte oder sollte nicht gelebt werden. Oder sie war nur bestimmten Personen und Gruppen zugänglich, die dieses innere Wissen, diese Weisheit leben durften. Somit ist
sie bis heute für viele Menschen nicht real und sie glauben nicht daran.

Durch den Aufstiegsprozess, den wir schon seit längerem durchlaufen, verändert sich das Bewusstsein der Menschen (die, die offen dafür sind), alle anderen schlafen noch friedlich vor sich hin.
Letztendlich liegt alles in uns, ein unendliches Feld an Möglichkeiten!
Die Seele ist für mich pure Liebe: Ein Lichtfeld, das ich in mir ausdehnen und auch wieder verkleinern kann, also Energie, Licht und Liebe.
Ewiges Bewusstsein!

Unsere Lebenserfahrungen, die wir uns hier für unser irdisches Leben ausgesucht haben, wie traumatische Erlebnisse z.B. als Kind ausgelacht, nicht geliebt, verstoßen, missachtet, misshandelt, Verluste, Ängste usw. minimieren unser Licht. Diese Erfahrungen sitzen tief in unseren Zellen und sind sofort abrufbar, wenn wir wieder mit einem ähnlichen Erlebnis in Berührung kommen. Dadurch haben wir uns leider immer mehr von unserem wahren Kern, unserer Essence, entfernt und nehmen so unser eigenes Seelenlicht nicht wahr.
Oder ganz einfach gesagt, wir haben schlicht vergessen, wer wir den in Wirklichkeit sind!

Durch den Wandel, durch die Pandemie, die weltweit alle betrifft, sind wir angehalten, uns wieder mit uns auseinander zu setzen, bei uns selber hinzuschauen. Alles verändert sich, nichts wird mehr so sein, wie es mal war!

Dies ist aber auch unsere Chance!
Immer mehr Menschen suchen und hinterfragen ihren Lebenssinn, von ihren tiefsten Ängsten aufgerüttelt. Dies ist die Chance, eines jeden einzelnen, zu erkennen, wer man den in Wirklichkeit ist. Um mit all dem unterdrückten Müll, der sich im Außen sowie in unserem Inneren gerade zeigt aufzuräumen.
Damit der Weg zum eigenen Sein frei wird! Mit all dem, womit wir schon seit Anbeginn der Zeit ausgestattet sind. Um uns wieder zu erinnern, mit all unseren Sinnen, welch besonderen Fähigkeiten, doch in uns versteckt sind.

Was für ein Potential, was für eine Einzigartigkeit!
Wir werden dazu regelrecht aufgefordert!

Desto mehr kommt dann jeder zu seinem „Ich bin“ zurück, versteht und erkennt, dass alles in ihm selbst liegt.
Dass ein jeder, wie alles anderen auch, aus der göttlichen Quelle stammt.
Somit All-Eins ist mit allem was ist!

Dann habe ich ein anderes Bewusstsein, ein anderes Verständnis und kann meinen Weg bewusster weitergehen. In einer Zeit des Wandels für uns alle, für die ganze Welt. Dadurch geschieht automatisch, dass ich auf die neue Spiritualität, die neue Zeit vorbereitet werde. Die einhergeht mit hohen Energien, einem neuen Bewusstsein.

Was für ein wunderschönes Geschenk!

In ein jedem von uns steht ein riesengroßer Selbstbedienungsladen zur Verfügung, nur für uns. Bestückt mit den schönsten Dingen, so individuell, wie du bist oder auch ich. Damit ein jeder wieder in Liebe, Selbstverantwortung, Achtsamkeit, Hingabe, Mitgefühl, sich selbst gegenüber und allem was ist lebt.

Diese deine Einzigartigkeit du dir selbst und uns allen schenkst!

Denn alles, was du vorher in dir erlöst hast, erlöst du auch für das große Ganze, für die Welt. So ist ein jeder von uns wichtig und hat einen Auftrag und ist ein wichtiger Teil dieses Aufstiegs-Prozesses!

Kannst du dich vielleicht noch daran erinnern, fragte mich meine Seele, was wir ausgemacht haben lange bevor wir die Reise auf die Erde angetreten haben? Das wir uns hier zu dieser besonderen Zeit verabredeten und gemeinsam am Wandel, an dieser besonderen Evolution teilnehmen wollten?
Sogar aktiv mitwirken! Ach ja, denke ich und suche in mir.

In mir weiß und spüre ich, dass es wahr ist!

Vertraue dir, vertraue mir,
alles ist schon hier,
alles ist in dir.

Du hast es dir ausgesucht,
diese besondere Zeit, hier für dich gebucht.
Um dich wieder zu erinnern,
was ist doch schon längst in dir verinnert.

Das alles ist in dir da,
nimm es wahr.
Das du hier auf Erden eine wichtige Aufgabe hast
und jetzt die Zeit ist, dass du dich mit deiner Einzigartigkeit befasst.

Deine Spiritualität wieder lebst,
dich und die neue Welt so mit webst.
Nie du warst von all dem getrennt,
der Gott in dir, dies schon alles kennt,
dir für hier schenkt,
auch lenkt.

So du magst erwachen,
dich erinnern, die Welt braucht dich, deine Einzigartigkeit und dein Lachen.
Sowie deine bedingungslose Liebe,
es wird unser aller Licht siegen und kehrt ein der Weltenfriede.

Die Geburt der neuen Welt,
die sich aus dem Lichte uns zur Seite stellt,
alle Schatten erhellt.

Seid gesegnet, der Weg sich ebnet!

Spiritualität der Neuen Zeit

Spiritualität der neuen Zeit lässt mich zuallererst eine große Last ablegen. Ich sehe Ketten, die sich öffnen. Schwere eiserne Ketten, die ich dachte, schon lange abgelegt zu haben. Aufgewachsen in einem erzkatholischen Milieu fügte ich mich in dieses Korsett mit wenig Widerwillen , aber mit immer wiederkehrende Fragen, die mir niemand beantworten wollte oder konnte.

Viele Jahre dauerte es bis ich rebellierte, mich orientierte, mich in meiner Position veränderte, damit der Schmerz erträglich blieb. Das gelang mir so gut, dass ich meinte, in dieser Rüstung eine wahre Heimat gefunden zu haben. Was für eine Lüge, hinter der ich mich einrichtete und Gewohnheit mir näher war als weitere Fragen zu stellen.

Die Stunde der Wahrheit kam über mich und ich erkannte meine Irrwege, ein Moment der meinem Leben viel Licht zurückstrahlte, das mir abhanden gekommen war. Mit zunehmender kollektiver Bewusstwerdung spüre ich erneut den Schmerz der Unwahrheit, der all die Jahre auf mir lastete.

Schützt uns die Seele vor dem Schmerz, den wir bisher nicht tragen konnten, den sie nur häppchenweise erlaubt, damit wir uns auf unserem Weg nicht gänzlich unters Kreuz legen? Kann dieser zurückgehaltene Schmerz jetzt erst aufsteigen, da ich diese Zeilen schreibe?

Gehen wir dann in Kontakt mit der Seele, wenn der nächste Schritt besprochen werden muss, wenn sie uns wie eine Mutter sagen möchte: „ Schau, du bist bereit für Heilung der besonderen Art, ich stehe dir bei, darf ich dich leiten ?“

Die Lüge ist eine Brandmarkierung, die ich mit Balsam nun endlich zur Heilung freigeben möchte.

Ist es mein individueller oder ist es ein kollektiver Schmerz? Es ist nicht mehr entscheidend, denn wir werden nicht mehr danach fragen. Ich stehe auch ein für deinen Schmerz, denn du bist mir nicht mehr egal. Ich bin verbunden mit dir. Ich spüre auch deine abgelegten Ketten und sehe deine Verwundungen. All dein Schmerz berührt mich im Herzen. Ich gebe dir meine Hand, nimm sie ruhig an. Ich bekomme neue Kraft , weil ich bereit bin, weil ich bewusst BIN.

Es ist, als würde beispielsweise eine Grippe sich in uns breit machen, sich also abzeichnen, dass ein Konflikt in uns zuvor gelöst worden ist, analog der Zweiphasigkeit der neuen germanischen Medizin.

Im Moment der Bewusstwerdung, der Erinnerung bis auf der Wurzel Grund, kommen wir in die Heilungsphase und erleben das Wunder der Heilung zunächst mit stark aktiven Symptomen, durchaus auch Schmerzen, die den
Menschen stärken, die ihn gesünder machen als zuvor. In der konfliktaktiven Phase weiss man oft noch gar nicht vom Herd der wahren Ursache.

Während die Gesellschaft allmählich die wahren Zusammenhänge erkennt, die korrupten Machenschaften von Religionen und Staatsgebilden durchschaut, sich durch all die Verzerrungen hindurch windet wie durch das Labyrinth der Gezeiten und sich der Seelenführung anvertraut, kommt soviel alter Schmerz, der noch nicht ausgesprochen, noch nicht einmal realisiert worden war? Verkraften wir das ? Waren wir nicht bereits im Begriff, alles hinter uns gelassen zu haben, bereit für die Arche? Doch der Weg in die Arche scheint lange zu sein. Genügend Zeit für Heilung , die noch geschehen will…

Gut, dass ich das hier thematisieren darf und alter Schmerz emporsteigt. Vieviel Schmerz wird noch kommen, der geheit werden darf? Alles darf sein…Zeit wird nicht mehr sein, Schmerz wird nicht mehr sein, wenn ich mich entschieden habe zu gehen.

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die seit Jahrzenten in einem Wachzustand sind. Ich gehöre eher zur Kategorie Spätberufener. Und ich fühlte mich im Jahr 2020 überrollt durch die einprasselnen Informationen, durch die Sichtbarwerdung des Höhepunkts der Trennung. Kali Yuga für jedermann
zum Anfassen. Ich stand mit offenem Mund da und war ständig am Sortieren der Nachrichten um die Fassung zu bewahren.

Erst ganz langsam begriff ich, dass ich mich verliere, wenn ich nicht wie im Auge des Sturms den Platz einnehme, der mich in mir ruhen lässt. Rückbesinnung und Verbundenheit mit der Quelle geben uns Gelassenheit im Sturm und sind die Vorbereitung für den Einzug in die Arche.

Gerade rechtzeitig, so fühle ich es jedenfalls für mich, hat mich meine Seele umarmt und mir eingegegeben, dass sich jeder retten kann, der für sich entscheidet mit der Liebe zu gehen. Noch bevor mich die Panik eines anrollenden totalitären Systems, das droht unser Leben zu überrollen,
uns völlig platt zu machen, in den Würgegriff genommen hatte, begriff ich , dass wir nicht vor dem System fliehen, sondern das System aus uns herauslösen sollten.

Wir waren zu keinem Zeitpunkt getrennt von Gott und vermutlich braucht ein kollektives Erwachen diese messerscharfe Spaltung, wie sie uns deutlich beginnend seit dem Jahr 2020 vorgeführt wird. Niemand kann sich aus dem Spiel so einfach herausnehmen, denn es betrifft jeden von uns. Trotz
kollektiver sich steigender Bewusstwerdung wird sich jeder die alles entscheidende Frage stellen müssen: «Gehe ich mit der Liebe weiter?«

Das ist der Schritt in die Arche, der Beginn der Reise in die neue Zeit.
Ist es wirklich auch eine neue Spiritualität? Ich würde sagen, dass es keine neue Spiritualität ist, aber wir sie jetzt unter dem Aspekt der Bewusstwerdung zur Schwelle der neuen Zeit neu formulieren.

Die Zuspitzung durch Corona ist neu, die hohen Schwingungen sind neu, die Menschen erleben alten Schmerz neu, zum Teil durch äusserst unbequeme Konfrontationen, beispielsweise mit dem Verlust ihrer Existenzen. Wir werden aus der letzten Reserve gelockt, um zu sehen, dass wir komplett auf uns Selbst zurückgeworfen sind.

Eine neue Spiritualität geht für mich von einer erwachten Entscheidung über ins Vertrauen ins Dunkle zu gehen, geradewegs in alten Schmerz hinein, der noch geheilt werden möchte.


Es ist zunächst ein Tor, ein Durchgang, das etwas sterben lässt. Sind wir bereit alles zu sterben was nicht mehr für das Leben hinter dem Tor vorgesehen ist? Ängste, Sorgen, Muster…? Aus eigener Erfahrung ist es ein Moment der totalen Hingabe, ein heiliger Moment des Weitergehens. Ein Nullpunkterlebnis, das alles in dir zum Ausgleich bringt. Du kennst nicht die Zeit, nicht den
Ablauf… du wirst vorbereitet und wie in einer wunderbaren Symphonie wird dein Ton an der Stelle erklingen, wo er dran ist. Du wirst geführt, wenn du die Erlaubnis gegeben hast, Teil davon zu sein.

Was erwartet uns dahinter? Ist dahinter gleich der Garten Eden?
Tief in uns wissen wir, dass es kein Zurück mehr gibt und für kein Geld der Welt würden wir es wollen, haben wir erst dieses ToR in uns erspürt. Es ist pure erfüllte Sehnsucht. Leere die Gefüllt ist. Sich erneut zeigenden Schmerz verstehen wir aus einer ganz anderen Warte. Es gibt keinen
Widerstand mehr. Es ist Hingabe für etwas Gemeinsames.

Wenn ich mir den grossartigen Moment der Zeitenwende verinnerliche, dürfen wir diese unsere von Gott gegebene Spiritualität auch liebevoll als NEU deklarieren.
Die Fahrkarte ist gelöst. Es ist ein Onewayticket… ICH BIN eingestiegen in meine Arche oder einen Zug, der sich langsam in Bewegung setzt. Die Stimmung unter den Reisenden ist voller Wärme, Klarheit und Einstimmigkeit…. Eine Frage nach dem Reiseziel steht gar nicht so dominant im
Vordergrund. Vielmehr ist es ein Genuss, eine tiefe Freude , eine Glückseligkeit sich für diese Reise entschieden zu haben. Alles fühlt sich einhellig, weitherzig, einfach gut an. Es ist wie ein All-Inclusive-Special, das alle kommenden Herausforderungen leicht und lösbar sind. Ein Getragen-Sein durch des Tores Einweihung, ein auf Engelsflügeln geleiteter Trip sozusagen.

Wir dürfen ganz Mensch sein. Jeder von uns wird sich einbringen, es wird uns wie Schuppen von den Augen fallen, wo und wann wir aussteigen, einen neuen Platz einnehmen in einer neuen Erde, ich nenne sie mal Erde 2.0.

Niemand wird sich mehr getrennt fühlen. Es ist die Reise der großen Wiedervereinigung aller Seelenanteile, eine Hochzeit, wie wir sie noch nicht gefeiert haben, ein Erinnerungsfest, ein Seelentanzfestival.

«Hörst du das Trommeln?, das Vibrieren, das Einstimmen der Klangkörper um sich mit dem Herzschlag der Erde zu verbinden?«


Niemand wird sich dem entziehen. Unsere Herzen haben diesen Takt schon in sich aufgenommen, richten all ihre Aufmerksamkeit danach aus, unsere Körper schwingen sich ein, jede Braut , jeder Bräutigam schmückt sich, um mit vollkommener Schönheit diesem Fest völlige Präsenz zu schenken.
Hörst du das leise Trommeln aus der Ferne, das dich ruft?
Jeder Schmerz wird bis zur Ankunft versiegen, alle Wunden werden sich schliessen.

So viele Geistige Helfer, Engel, Erzengel, Cherubim und Seraphim werden uns begleiten. Schmerz wird gestillt sein, wie die Mutter ihr Baby stillt bis an die Schwelle, wo es genährt, gestärkt, verbunden genug ist für ein Leben in Fülle, Freiheit und Wahrheit. Ganz Mensch, ganz Gott, angeschlossen an die Ströme des Himmels und der Erde ….das ist, was ich hinter dem Tor erblicke. Dieses Tor war immer schon da. Wir erblicken es jetzt, da der Nebel sich lichtet, wir das
Rufen unserer Seele erhört haben und JA zum Leben sagen.

Offenbarungen der Seele

Die neue Spiritualität

Das Thema neue Spiritualität steht im Raum und erweckt meine Aufmerksamkeit. Vielleicht weil sie neu sein soll? Verzweifelt versuche ich sie mir vorzustellen, die ganz andere Form des Spirits, der Geistigkeit des inneren Lebens.

Im Gegensatz zu all dem Sichtbaren, der Materie und dem (An)Fassbaren ist es das Unfassbare, das mich fasziniert. Vielleicht ist es die Faszination, die mich schon Jahrzehnte lang und vielleicht mein ganzes Dasein lang in die unterschiedlichsten Formen der Spiritualität, wenn auch oft nur geistig, eintauchen ließ.  

Die Faszination, so nehme ich das wahr, ist eine von außen auf mich wirkende Kraft, die mich in Bewegung bringt, die mich zu formen scheint und die auch ein Stück weit Wegweiser und Kompass auf dem Weg der Spiritualität ist.

Tauche ich bewusst ein in die Spiritualität, so finde ich mich bildhaft vorgestellt in einer unendlich großen Videothek wieder, in der ich nach dem neuesten Film suche.

Diese Erkenntnis macht etwas mit mir, da bewegt sich was ganz tief in meiner Seele, die sich in diesem Moment, in dem ich in dem Laden stehe und ich gerade in keinen der vorhandenen Filme eingetaucht bin, zeigen kann.

Frei von jeglicher Identifikation mit einem der Filme kann ich die Stimme meiner Seele gut wahrnehmen und sie stellt mir eine Frage, die mich auf das Tiefste berührt.

„Was berührt dich?“ fragt sie.

„Habe ich dich richtig verstanden?“, so frage ich sie, „ich soll mir folgende Frage stellen: „Was berührt meine Seele?“, also dich?

„Ja genau, das meine ich“ sagt sie. Das ist ja der Hammer. Meine Seele fragt mich jetzt und hier umgeben von hunderten, tausenden, ach unzähligen Lebensfilmen was mich im Herzen berührt.

Mein Spirit ist höchst begeistert und rennt im Geiste schon in die Abteilung, in der die Faszination am Größten zu sein scheint, um nach einer neuen Spiritualität zu suchen. Plötzlich scheint für ihn alles irgendwie bekannt zu sein. Die Faszination ist verschwunden und er beginnt im Kreis zu laufen, unfähig sich für das eine oder das andere zu entscheiden, da er alles schon kennt.

Erschöpft (fertig geschöpft) kehrt er zu mir zurück und gibt mir zu verstehen, dass er unfähig ist zu wählen, da er unfähig ist etwas zu finden, dass ihn wirklich fasziniert. Er kennt alles in und auswendig, da er derjenige ist der mit seiner Geistigkeit alles durchdringt.

Meine Seele lächelt den Spirit an und sieht ihm in die Augen.

Stopp!! Das ist jetzt zu viel für ihn. Er bricht förmlich nieder. In den Augen meiner Seele sieht er eine Lebendigkeit, die ihm bewusst macht, dass alles was er bislang gesehen hat, nur ein Film war.

In diesem Moment hat er das Gefühl, dass er sich auflöst. Er scheint keine eigene Struktur zu haben. Alles was er bislang kreiert und geschöpft hat soll reine Einbildung, Fiktion, Annahme sein? Ein Traum???

Das ist zu viel für ihn. Als leblose Hülle kommt er sich vor. Unfähig aus sich selbst heraus Entscheidungen zu treffen, die ihn im Herzen berühren und damit in eine erfüllende Lebendigkeit bringen würden.

Meine Seele berührt mit liebevollen Händen die leblose Hülle des Geistes der sich trotz all der Informationen die er hat leblos vorkommt.

Sprachlos und mit offenem Mund, mit offenen Ohren und mit offenem Herzen stehe ich da und weine Tränen der Erlösung. Es ist wie eine Hochzeit, wie eine Vermählung von Herz und Geist, die sich in Liebe vereinen.

Mir kommt die Frage meiner Seele wieder in den Sinn: Was berührt meine Seele?

Ich kann diese Frage jetzt bildhaft verstehen. Ich dachte mir immer, all das was mich im außen fasziniert berührt meine Seele. Ja, es war in gewisser Weise auch so. Jeder einzelne der Filme hat mich berührt und doch konnte keiner den Hunger nach dem Leben auf die Dauer stillen. Es war eben nur eine Berührung an der Oberfläche.

Meine Seele gibt mir bildhaft zu verstehen, dass sie es ist, die aus mir heraus, vielleicht durch meine Hände, wahre Lebendigkeit in Erfahrung bringt, weil sie es ist, die durch meinen Körper (also auch meinen Körper) die Welt berührt und damit lebendig macht.

Es ist an der Zeit den Filmladen zu verlassen, um zusammen mit der Seele und dem Geist Hochzeit zu feiern. Eine hohe Zeit der Liebe in der alles, was meine Seele berührt, wieder in die Beseeltheit geht. Eine für meinen Geist bislang ungeahnte Lebendigkeit entfaltet sich in mir.

Mit Tränen in den Augen halte ich diese Botschaft meiner Seele in den Händen und weiß, die neue Spiritualität fließt einzig und allein durch mich, durch meinen kreativen Ausdruck, durch meinen Körper, durch meinen Mund, durch meine Hände in die Welt, weil meine Seele es ist, die den Geist, die Idee, den Samen, den Traum lebendig macht.

Ein echtes Taumpaar die beiden. Er kennt alle Filme und sie bringt das auf den Bildschirm was ihrer innersten Sehnsucht entspricht.

Gibt es eine neue Spiritualität?

Als Konfuzius gefragt wurde,
was er als erstes machen würde,
wenn er der Kaiser von China wäre,
antwortete er zur Überraschung aller:
„Die Klarstellung der Begriffe.“

Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde;
denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen,
auch das Meer ist nicht mehr.
Johannes-Evangelium; Offenbarung 21,1

Es gibt etwas, das wir das SEIN bezeichnen, das ewige SEIN.
Im SEIN, gibt es kein WERDEN, keine Entwicklung. ES IST EIN-FACH („non-dal“).

Dieses SEIN ist keine rein philosophische Kategorie (obwohl Philosophen
gerne darüber philosophieren), sondern erfahrbar.
Jede Meditation will dieses SEIN, diese LEERE, diese EWIGKEIT erfahrbar machen: Ruhen in der Stille. Stille als Klang der Seele. Wir SIND das ewige SEIN und es ist für uns erfahrbar. Tiere und Pflanzen, Seen und Gebirge nehmen dieses SEIN allzeit gedankenlos wahr.

Meine „Formel des absoluten Seins“ ist: 0 = 1. [Lies: Das NICHS und das ALLES sind EINS.] Und wir finden hier schon eine weitere philosophische Grundkategorie: das Absolute und das Relative.

Ist dieses SEIN spirituell? Ist dieses SEIN die EWIGE SPIRITUALITÄT ohne Neues? Und mit diesen Fragen kommen wir schon „in Teufels Küche“,
verstricken wir uns bereits heillos in der Dualität von SEIN und WERDEN.

Laotse hat schon gleich in seinem ersten Vers des TAO TE KING gewarnt:
„Das TAO, das man begreifen und lehren kann,
ist nicht das ewige unveränderliche TAO.
Das Wort, das man aussprechen kann,
ist nicht das ewige, unveränderliche Wort.“

Mit anderen Worten: Sobald wir versuchen, das SEIN zu definieren,
begrenzen wir es und es ist nicht mehr das ewige, absolute, unveränderliche SEIN. „Das SEIN ist das SPIRITUELLE.“ – ist bereits eine solch unglückliche Definition.

(Worte) Sprache kann nicht das ABSOLUTE erreichen,
das ausgesprochene und geschriebene Wort ist immer aus der Welt des RELATIVEN.

„Was für ein herrlicher Sonnenuntergang!“
Der Satz meint keinen „absolute Sonnenunterlang“ – die Sonne denkt gar nicht daran, unterzugehen. Es ist nur eine Wahrnehmung einer relativen Perspektive.
Da geht sie auf – dort geht sie zur gleichen Zeit unter.
Und überhaupt: Gibt es auch einen „dämlichen“ Sonnenunterlang?!
Und doch „dürfen“ wir sagen: „Was für ein herrlicher Sonnenuntergang.“ Und der anderes stimmt zu.

Wenn wir uns herantasten, was die „Neue Spiritualität“ sein könnte,
dann sind wir nicht im absoluten SEIN, sondern im relativen WERDEN –
und es kann sehr viele Bedeutungen haben!

Ganz persönlich:

Ich bin in einem katholischen Elternhaus aufgewachsen, war Messdiener, Pfadfinder und wollte als Jugendlicher gar Priester werden!
Dann kamen die 68er – ich politisierte mich und wurde Atheist.
Es dauerte Jahrzehnte, bis ich wieder einen Zugang zum Spirituellen bekommen habe. Es war aber kein „Zurück in die Arme der katholischen Kirche“, sondern etwas NEUES, das inzwischen sehr, sehr viele Aspekte hat. Jesus war nicht mehr der „Gekreuzigte“, sondern das Vorbild für einen NEUEN MANN. Ich konnte mit Jesus „sprechen“.
Ich lernte aus der östlichen Spiritualität das Meditieren, das uneigenwillige Handeln. Es war für mich so NEU, dass ich im nicht den Namen „Religion“, auch nicht „Esoterik“ geben wollte, sondern SPIRITUALITÄT. Die „Neue Spiritualität“ war für mich JENSEITS von Religion und Esoterik. Aber was heißt schon „jenseits“? Gibt es ein Diesseits und Jenseits in der non-dualen Welt des SEIN überhaupt?

Wie dem auch sei: Ich war kein Sonderling – im Gespräch mit anderen merkte ich, dass es ihnen genauso ging: eine Rückverbindung an das „Spirituelle“ ohne einen Rückfall ins Religiöse oder Esoterische. Es war offensichtlich nicht nur in meinem Leben: NEU, sondern für viele Menschen!

Dazu gehörte auch, ALTE TEXTE aus den Traditionen NEU ZU INTERPRETIEREN.

Dann denke ich, dass die Reformation des 17. Jahrhunderts (Luther, Calvin, Zwingli) auch die Welle einer neuen Spiritualität war, die die Welt verändert hat, den Allein­vertretungsanspruch der römisch-katholischen Kirche unterhöhlt hat. Und es wird uns bewusst, dass diese Kirche das ursprüngliche Christentum missbraucht und im Grunde die Staatsreligion des Römischen Imperiums wurde. Die Römisch-katholische Kirche wurde imperial. Da kämpften Heere gegeneinander, beide „im Namen Gottes“ und brachten Mord und Todschlag mit sich.
Gibt es etwas Perverseres?

Könnte es sein, dass wir heute eine „neue Welle einer neuen Spiritualität“ erleben, wie vor 400 Jahren die Reformation? Könnte für diese WELTWEITE WELLE die Bezeichnung „Neue Spiritualität“ angemessen sein?

Ein wesentliches Merkmal der „Neuen Spiritualität“ ist für mich,
die chymische Hochzeit von GEIST und SEELE als die beiden spirituellen Supermächte, des Göttlichen als liebendem Paar, die sich in jedem einzelnen vollziehen kann.

Manchmal denke ich, dass ich gerade aus diesem Grund zu dieser Zeit auf unserem Planeten Erde inkarniert bin, um meinen Beitrag für diese „Wendezeit zur Neuen Spiritualität“ zu leisten.

* „Chymische Hochzeit“ ist ein Begriff aus der Allchemie und meint die Neuverbindung des vormals Getrennten nach einigen Prozeduren zu einer Neuen Verbindung. (Profan: Blei in Gold verwandeln, was aber nicht wirklich das Ziel der Allchemiker war, sondern eher das der „Quacksalber“.)