Liebe

Auszug aus dem Buch: Offenbarungen der Seele

Was gibt es über die Liebe zu schreiben, dass nicht schon irgendwo geschrieben oder zum Ausdruck gebracht wurde? Es gibt wohl kaum einen Begriff, der in seiner vielfältigen Bedeutung und seinen Interpretationsmöglichkeiten derartig ausgereizt wurde wie die Liebe.

Was so frage ich mich, ist die Liebe für mich? Meine Seele meldet sich: „Ich freu mich, dass du dir zum ersten Mal in diesem Leben bewusst diese Frage stellst. Bislang hast du die unzähligen Interpretationen der Liebe von fremden Menschen in dich aufgenommen. Du hast entsprechende Bilder und Situationen im Kopf, die in dir ein Gefühl auslösen, welches du als Liebe definierst. Ein Lied, ein Wort, eine Person, ein Foto, eine Landschaft all das kann in dir etwas berühren, dass sich einfach wunderschön anfühlt und du nennst es Liebe. Wie hast du dich soeben gefühlt als du dich mit dir selbst, mit deinem Ursprung verbunden hast?“

Stimmt das hat sich anders angefühlt als das Gefühl, welches eine schöne Abendstimmung oder eine Umarmung oder das Lachen meines Kindes in mir auslöst.

Der offene Geist gibt mir zu verstehen, dass es im zeitlichen Geschehen einen Auslöser braucht, um in die Liebe zu kommen. Diese Auslöser sind meist unerwartet und spontan da. Er spricht weiter: “Du siehst einen bestimmten Menschen, hörst ein bestimmtes Lied und schon hast du das Gefühl, dass dir das Herz übergeht vor Liebe. Als Mensch bist du im zeitlichen Gefüge berührbar durch die Emotionen und die Gefühle. Die Liebe wird meist als ein wunderschönes fließendes Gefühl beschrieben. Nur zu dumm, dass sich Gefühle von der einen auf die andere Minute wandeln können. Gerade noch himmelhochjauchzend, kann sich die Stimmung allein durch ein Wort oder einen entsprechenden Satz ins Gegenteil verkehren. Auch wenn du es oft überspielst, merkst du doch diesen inneren Stich im Herzen, der dich mit dem Gefühl der Enge konfrontiert. Du sagst dann vielleicht sogar du hast Liebeskummer. Liebe und Kummer, ein krasser Gegensatz. So ist das in den Geschichten, die der Zeitgeist schreibt. Sieh dir einen Liebesfilm an und du kennst die Grundstory aller Liebesfilme. Die Liebe wie der Zeitgeist sie definiert, ist an Gefühle gebunden. Die Sehnsucht nach dem Gefühl welches du als Liebe bezeichnest begleitet dich tagtäglich seit du geboren bist. Manchmal findet sie für eine kurze Zeit Erfüllung und dann kommt die Sehnsucht erneut.“

„Soll das heißen, ich bin hier im zeitlichen Geschehen ein Spielball der Gefühle?“ frage ich skeptisch. Mein offener Geist spricht weiter: „Gefühle sind an Bilder gekoppelt, die du bewusst oder unbewusst in deinem Kopf trägst. Nachdem du dich in der Vorstellungsebene des allumfassenden Bewusstseins befindest, das durch den Zeitgeist alle möglichen Bilder im Kopf hat, wirst du auch mit den verschiedensten Gefühlen geflutet.“

 „Dafür gibt es doch Mentaltraining, um eben genau jene Bilder im Kopf zu erzeugen, die entsprechend positive Gefühle hervorrufen“ entgegne ich. „Ja das ist im Bereich des zeitlichen Geschehens möglich und auch nur logisch“ gibt mein offener Geist mir zu verstehen.

Er sagt weiter: „Es ist absolut faszinierend für den Zeitgeist eine Ursache zu setzen, um damit eine Wirkung zu erzielen. Womit wir wieder einmal bei dem Thema von Problem und Lösung sind. Genau so funktioniert der Schöpfungsprozess. Die Faszination des Tuns, um damit eine Wirkung zu erfahren ist vor allem dann riesig, wenn die Wirkung ein Erfolg ist oder auch ein wunderschönes Gefühl, wie zum Beispiel Liebe zur Folge hat. Du setzt eine Ursache, indem du z. B. dreimal am Tag in Gedanken das Bild deines Traummannes visualisierst. Nach einem Monat lernst du einen Mann kennen, der genau deinen Vorstellungen entspricht. Spätestens ab diesem Zeitpunkt merkst du, dass dein Geist schöpferisch ist und du wirst vermutlich immer tiefer eintauchen in den Schöpfungsprozess des Zeitgeistes und damit den Nebel, der dir die Sicht auf deine Seele trübt, noch weiter verdichten.

Die Seele liebt mich, den offenen Geist, weil ich genau diese Ebene der Schöpfung durchblickt habe und mich damit von dem Bedürfnis stets etwas tun zu müssen, um etwas zu bekommen getrennt habe. Die Schöpfungsgeschichte ist bereits fertig geschrieben. Ich weiß, dass die Ebene der Schöpfung aus unzähligen Bildern besteht, die der Vorstellung des allumfassenden Bewusstseins entspringen. Es ist die Aufgabe des Zeitgeistes sie aneinanderzureihen und sie wie einen Film ablaufen zu lassen. Wie eine Matrix, die zwar lebendig erscheint, doch aus statischen Bildern besteht.

Die Liebe zur eigenen Schöpfung entspringt genauso wie die Schöpfungsgeschichte aus dem allumfassenden Bewusstsein. Die Liebe umhüllt mit ihrer Gegenwärtigkeit die Bilder der Matrix und nimmt sie auf wie einen Samen. Aus dieser Verschmelzung entsteht die Seele. Aus dem Herzen der Seele leuchtet die Liebe.“

Das hört sich zwar alles etwas kompliziert an, doch ich habe es verstanden und ich kann es auch nachvollziehen. Ich denke gerade an die Frage meiner Seele: Wie hast du dich gefühlt, als du dich mit dir selbst, mit deinem Ursprung verbunden hast? Ich habe mich gefühlt als würde ich alles umfassen. Ich war in diesem Augenblick allumfassendes Bewusstsein und aus meiner Seele leuchtete die Liebe.

Das drückt mir jetzt die Tränen in die Augen. Ich erkenne die Einheit. Die Nebel lichten sich. Die Gegenwärtigkeit meiner Seele berührt mich.  

Die Liebe ist um mich, sie ist in mir, sie ist die Essenz der Seele.

Offenbarungen der Seele

Ganzheitliche Gesundheit

Im Lichte meines Bewusstseins und im Schein meiner Aufmerksamkeit, wurde mir immer mehr und mehr bewusst, wie ich lebe, was ich denke, was ich fühle, wie und was ich spreche. Gefangen im selbstgeflochtenen Netz aus Worten, Gedanken, Gefühlen und mehr oder weniger unbewussten Reaktionen und Handlungsweisen führte mich das Leben auf den Weg der Selbstreflexion.

Nach und nach wollten unterschiedlichste Themenbereiche von mir betrachtet und unter die Lupe genommen werden. So stellte sich mir eines Tages auch die Frage was mir mein Körper wohl mit dem ständigen Schmerz im Solarplexus Bereich mitzuteilen versuchte. Von der Schulmedizin als physisch gesund eingestuft, befand ich mich kurz davor mit einem experimentellen Behandlungsplan mit Psychopharmaka die Schmerzen zum Schweigen zu bringen.

Da dies für mich den allerletzten Ausweg darstellte, tauchte ich ein, in das riesige Feld der alternativen für mich inzwischen komplementären Heilmethoden.

Mein Schmerz hat mich bekannt gemacht mit Bioresonanz, mit geistigem heilen, mit Familienaufstellungen, mit Geomantie, mit reinem Wasser, mit Quantenheilung, mit Reiki und mit vielem mehr. Ich bin meinem Schmerz sehr dankbar, dass er so hartnäckig war und mir selbst bin ich dankbar, dass ich am Ball blieb und es immer weiter versuchte die Wurzel des Übels zu finden.

Die Wunderheilung ließ auf sich warten, jahrelang, und so begann ich mich regelrecht selbst im Geiste in meine Einzelbestandteile zu zerlegen. Ich wollte wissen, wie der Körper funktioniert, wollte wissen, wie der Geist funktioniert und wie das alles zusammenspielt. Je mehr ich begann mich mit mir selbst zu beschäftigen umso schwächer wurde der alte Schmerz.

Fasziniert von dem Wunderwesen Mensch begann ich eine Reihe von Ausbildungen zu machen, die mich eintauchen ließen in die Anatomie und die Funktionsweisen des Körpers und in geistige Gesetze und Denkweisen. Ich wurde zu einer Suchenden. Ich suchte die Antworten auf Fragen, die, je weiter ich in die Materie eintauchte, sich vermehrten wie die Fliegen.

Immer wieder stellte und stellt mich mein Körper mit seinen unterschiedlichsten Befindlichkeiten vor die Tatsache, dass es da wohl immer noch Bereiche gibt, wo ich es bislang wohlwissend vermieden habe, hinzuschauen.

Jeder dunkle Fleck möchte von mir mit dem Schein meines Bewusstseins beleuchtet werden. Die ursprüngliche Suche nach Antworten und Lösungen ist zu einer Entdeckungsreise geworden. Eine Reise in der mein Körper der treue Begleiter ist und der mich immer wieder vor neue, mehr oder weniger schmerzhafte körperliche oder psychische Herausforderungen stellt. Immer dann, wenn ich glaube im Besitz einer vollkommenen Gesundheit und im Wohlbefinden zu sein, belehrt mich die Dualität, eines Besseren.

Gesundheit und Krankheit sind die polaren Enden ein und derselben Fahnenstange. Es war die Stimme der Natur, vermutlich meiner wahren inneren Natur, die eines Tages ganz laut wurde, so laut, dass ich sie hören konnte. Sie stellte mir die Frage, wie lange ich dieses Spiel noch spielen möchte?

„Ich fragte welches Spiel?“  „Na, das Spiel von Gesundheit und Krankheit, von Vergessenheit und Bewusstwerdung. Scheinbar spielst du es sehr gerne, denn du beginnst immer wieder von vorne und es fasziniert dich. Immer wieder erarbeitest du dir den Zustand von reinem Wohlbefinden und ein schlechter Traum reicht oft schon aus, um in das Gegenteil zu kippen.

Ich merke, wie du um die Beständigkeit kämpfst, um dir diesen hart erarbeiteten Zustand möglichst lange aufrecht zu erhalten. Du befolgst Regeln und Vorschriften, nimmst bewusst gesunde Stoffe zu dir und vermeidest wiederum ungesunde Nahrung und du weißt ganz genau, was für deine Gesundheit gut ist und tust alles für sie. Im Gegenzug hoffst du auf ihre beständige Anwesenheit, nein du glaubst sie durch dein Verhalten kontrollieren und beeinflussen zu können.“

„Ja, aber das kann ich doch auch“, kam es aus mir herausgeschossen wie aus einer Pistole. „Ich kann doch mit meinem eigenverantwortlichem und bewussten Verhalten meinen Gesundheitszustand beeinflussen“. Ich war sowas von überzeugt von der Sinnhaftigkeit meiner Bemühungen, dass ich die Stimme der Natur fortan erfolglos versuchte zu überhören.

Es war eine ziemlich anstrengende Zeit mich um meine Gesundheit zu kümmern (schreckliches Wort), denn ich war mir im Klaren darüber, dass am Ende der Fahnenstange die Krankheit saß und ich ordentlich zu kämpfen hatte sie in Schach zu halten. Die Krankheit, sie war vielerorts präsent und täglich machte sie durch Berichte in Medien, durch das Sensationsgetratsche und auch durch die leidgeplagten Menschen, die in meine Praxis kamen auf sich aufmerksam.

Die Stimme der Natur in mir, vielleicht war es ja auch meine Seele, begann erneut alles zu hinterfragen, vielleicht weil sie es einfach satt hatte dieses Spiel zu spielen das kein Spiel mehr war, sondern sich im Laufe der Zeit zu einem Kampf ums Überleben entwickelt hatte.

Es war der Zeitpunkt, als ich alles in Frage stellte und als einzige Quelle der befreienden und erfüllenden Antwort meine Seele, meine wahre Natur erkannte.

Ihre einfache Antwort auf all meine offenen Fragen war kurz, klar und deutlich: LEBE

Mit dieser Antwort konnte ich vorerst wenig anfangen. Ich lebte doch. Na ja zugegeben, es war mehr die Sehnsucht nach dem Leben, die mich bislang angetrieben hatte.

Bingo!!! Sollte sich wahres Leben ganz anders gestalten als das was ich bisher unter Lebendigkeit angenommen hatte? Ich bat die Natur, die hinter allen Dingen steht und die eins ist mit meiner Seele um das Verständnis und um den Zugang in eine Welt, in der es reicht zu leben und einfach zu sein.

Die Seele erzählt vom einfachen gesund Sein

So folgte ich mit wachem Geist und offenem Herzen den Ausführungen meiner inneren Natur, die mir von einer Welt erzählt, die mir auf das Innigste vertraut und doch manchmal noch meilenweit entfernt scheint.

Als erstes machte mir meine Seele klar, dass es ein unmögliches Unterfangen ist in eine Scheinwelt, die auf Dualität und Konflikt basiert dauerhafte Gesundheit zu kreieren.

Damit war ich schon das erste Mal überfordert und ich brauchte Wochen oder sogar Monate. um damit etwas anfangen zu können.

Sollte das heißen, dass ich mich bemühen kann, so viel ich will, um dann doch festzustellen, dass es erstens anders kommt und zweitens als ich denke? Sollte die Krankheit ihre Berechtigung haben und wenn ja wozu all der Schmerz?

Ich begann langsam zu akzeptieren, dass es da eine Instanz, einen Bewusstseinszustand, eine andere Dimension gab, die absolut konfliktfrei mit Krankheit umging. Das war jetzt interessant. Ja, das fühlte sich richtig gut an und irgendetwas in mir wurde plötzlich ganz weit und frei.

Dieser Zustand breitete sich in mir aus und ich konnte es mehr und mehr wahrnehmen, wie es sich anfühlte in einem Körper zu sein der befreit war von Widerstand, den Krankheit und Schmerz bislang in mir auslösten.

„Hat dieser Zustand, in dem ich mich da befinde, etwas damit zu tun, dass sich die auf Konflikten basierende Dimension, in die ich bislang eingebunden war, beginnt von mir zu lösen?“ fragte ich mich sofort.

„Ja das hat es“, bekam ich sofort zur Antwort. „Sobald, deine wahre Natur im Begriff ist sich zu zeigen, deine Seele, also ich, immer mehr an Präsenz gewinnt, verabschiedet sich der Konflikt mehr und mehr. Die Dualität, der eine Getriebenheit und eine scheinbare zeitliche Abfolge zugrunde liegt, weicht der Polarität die sich als freies weites, statisches und vor allem harmonisches Feld zeigt.

Hier kann ich als Seele lebendig sein und eins sein mit all dem was mir die Sehnsucht in der dualen Scheinwelt zuflüstert. Ich darf gesund sein und mich wohl fühlen und bin befreit von dem dualen Machtkampf, der sofort den Schmerz und die Krankheit in Aktion ruft, wenn du dich darüber freust, dass es dir gut geht.

Die Polarität befindet sich im Feld des Friedens und ist frei von der Beurteilung und der Bewertung des dualen Machtkampfes. Alles darf sein und aus diesem statischen, ruhigen Feld der Möglichkeiten kreiere ich mir mein Leben.“

Um das irgendwie zu verdauen, brauchte mein Verstand erst mal eine Pause zum Reflektieren.

Also der Film, der da momentan vor meinen Augen abläuft und den ich mein Leben nenne, verblasst zunehmend, wenn ich der Seele mehr Aufmerksamkeit schenke und sie sich dabei in dem unendlichen Feld an Möglichkeiten zu wahrer Lebendigkeit entfaltet? Ahh…. Jetzt verstehe ich die Antwort meiner Seele, die kurz, klar und deutlich war und ist: LEBE

Leben aus der Seele bedeutet aus dem Feld heraus zu leben, in dem bereits alles als Möglichkeit vorhanden ist. Frei vom krampfhaften Bestreben etwas zu erschaffen, schöpft sie aus dem Vollen und lebt einfach.

Seit diesem intensiven Austausch mit meiner Seele frage ich mich immer wieder, ob ich mich mit meiner Absicht in der dualen Scheinwelt befinde, die versucht etwas zu kreieren oder ob ich aus meiner Seele heraus einfach lebe.

Offenbarungen der Seele

Worte aus der Seele als Wegbegleiter auf meinem Heilungsweg

Ich finde sehr leicht Kontakte, und immer wieder stelle ich fest, dass es da einen Punkt gibt, der sich wie eine Schwelle anfühlt. Da ist Stopp. Die Kommunikation bleibt auf einer Ebene stecken, die mich oft frustriert.

Das passiert vorwiegend oder fast immer in der direkten Kommunikation.

Das Gefühl, welches dabei entsteht, nagt oft in mir, so als ob es sich den Weg in eine erfüllende und befreiende zwischenmenschliche Kommunikation freikämpfen wollte.

Schmerzhaft fühlt sich das an. Immer wieder bleibt da diese unterschwellige Wahrnehmung einer Energie, die ihren Weg zum Ausdruck vergeblich sucht.

Schreiben ist anders. Da entstehen zwischendurch immer wieder kreative Pausen, in denen ich mich erfüllen lasse von der wohltuenden Energie, die aus mir heraus entsteht. Sie leitet mich dazu an Worte zu finden, die ihrer Energiequalität entsprechen. Wie durch einen offenen Kanal bin ich mit meiner Seele verbunden. Da gibt es nur uns zwei. Die Stimme meiner Seele und mich.

Es ist die Stimme meiner Seele, die mich immer wieder dazu animiert, mich auszuweiten, mich auszudehnen, über mich selbst hinauszuwachsen und mich zu öffnen für den Austausch mit den Menschen.

Sie erzählt mir von der Lebendigkeit, die nur im Miteinander von Menschenseelen entsteht. Und sie lässt mich wissen, dass sie den Kontakt zum Herzen eines jeden Menschen herstellen kann.

„Die Seelen der Menschen sind vernetzt und sie tauschen sich permanent aus. Sie kennen sich in und auswendig. Da liegt alles offen. Sie sind im freien Austausch ihrer Wahrnehmungen.“ sagt sie.

Ja, da hat sie recht. Das fühle ich als Wahrheit in mir.

Welch wunderbares Gefühl, sich da jetzt in mir ausbreitet. Ja, im Innersten bin ich mit allen Menschen in Liebe verbunden. Eine buntes und fröhliches „miteinander sein“, fühle ich da in meinem Herzensraum.

Schreiben ist für mich ein wunderbarer Weg, um genau das zum Ausdruck zu bringen, was ich da in mir in meiner Seele wahrnehme. Es entstehen Texte, die aus der Seele geschrieben sind. Beseelte Worte bringen als vertonte Klangkörper, nicht nur meinen Körper in eine heilsame Schwingung, sondern erreichen mit ihrer heilsamen Frequenz auch alles rund um mich.

Ich beobachte, wie Worte und Texte, die aus der Seele kommen, auf mich wirken. Sie formen in mir nach und nach beseelte Worte, die zur Sprache kommen wollen. In der direkten Kommunikation und in Gesprächen mit Menschen, merke ich ganz stark die Barrieren die noch vorhanden sind und einen freien stimmigen Austausch auf Herzensebene verhindern.

Das hat mich im wahrsten Sinne des Wortes oft krank gemacht. Meine Worte fühlten sich an wie Ruderboote auf dem stillen Wasser eines Sees, die verzweifelt versuchen an Land zu kommen, um den Menschen von der Schönheit des Sees zu erzählen und dabei wilde Wellen verursachten.

Ich fühle eine neue Art der Kommunikation entstehen, die sich sehr langsam ihren Weg in meinen zwischenmenschlichen Austausch bahnt.

In einem Prozess, der sich jetzt schon über Jahre hinzieht, merke ich, wie Worte, die aus dem Herzen kommen mehr und mehr Raum in meinem Sprachverhalten einnehmen.

Gespräche fühlen sich ganz anders an als noch vor einigen Jahren. Sie haben eine Qualität, und eine Tiefe erreicht, die es ermöglichen die Verbundenheit der Seelen im Gespräch zu fühlen.

Wenn ich diese Verbindung in einem Gespräch wahrnehme, ist das wahrhaft ein Geschenk. Es ist ein freies Fließen von Energien, die durch Worte, durch Mimik und Gestik etwas absolut Neues aus dem Augenblick heraus entstehen lassen.

Seelen sind im Austausch schöpferisch, weil sie den Geist beleben, der in Form unzähliger Ideen und Gedanken darauf wartet in Erscheinung treten zu können.

Ein Austausch auf Seelenebene ist erfüllend, frei fließend und schöpferisch.

Der Heilungsweg der Menschheit und der Erde führt mitunter in die Tiefe der Seelenkommunikation. Im kreativen Miteinander der Seelen entsteht aus dem geistigen Schöpfungsfeld eine neue Realität.

Hier ist die Kommunikation ein lebendiger Austausch von Menschenseelen, die sich ihre Welt, aus dem Herzen heraus jeden Tag neu und bewusst erschaffen.

Worte aus der Seele sind Medizin. Ob geschrieben, gelesen, gedacht, gesprochen oder gehört. Sie erreichen jede Zelle des Körpers und berühren jede Form von Materie.

Sie bringen alles in eine angenehme und wohltuende Schwingung. Sie kommen aus der Mitte.

Die Seelensprache erschafft aus den Herzen der Menschen heraus eine heile Welt.

Offenbarungen der Seele

Die neue Spiritualität

Das Thema neue Spiritualität steht im Raum und erweckt meine Aufmerksamkeit. Vielleicht weil sie neu sein soll? Verzweifelt versuche ich sie mir vorzustellen, die ganz andere Form des Spirits, der Geistigkeit des inneren Lebens.

Im Gegensatz zu all dem Sichtbaren, der Materie und dem (An)Fassbaren ist es das Unfassbare, das mich fasziniert. Vielleicht ist es die Faszination, die mich schon Jahrzehnte lang und vielleicht mein ganzes Dasein lang in die unterschiedlichsten Formen der Spiritualität, wenn auch oft nur geistig, eintauchen ließ.  

Die Faszination, so nehme ich das wahr, ist eine von außen auf mich wirkende Kraft, die mich in Bewegung bringt, die mich zu formen scheint und die auch ein Stück weit Wegweiser und Kompass auf dem Weg der Spiritualität ist.

Tauche ich bewusst ein in die Spiritualität, so finde ich mich bildhaft vorgestellt in einer unendlich großen Videothek wieder, in der ich nach dem neuesten Film suche.

Diese Erkenntnis macht etwas mit mir, da bewegt sich was ganz tief in meiner Seele, die sich in diesem Moment, in dem ich in dem Laden stehe und ich gerade in keinen der vorhandenen Filme eingetaucht bin, zeigen kann.

Frei von jeglicher Identifikation mit einem der Filme kann ich die Stimme meiner Seele gut wahrnehmen und sie stellt mir eine Frage, die mich auf das Tiefste berührt.

„Was berührt dich?“ fragt sie.

„Habe ich dich richtig verstanden?“, so frage ich sie, „ich soll mir folgende Frage stellen: „Was berührt meine Seele?“, also dich?

„Ja genau, das meine ich“ sagt sie. Das ist ja der Hammer. Meine Seele fragt mich jetzt und hier umgeben von hunderten, tausenden, ach unzähligen Lebensfilmen was mich im Herzen berührt.

Mein Spirit ist höchst begeistert und rennt im Geiste schon in die Abteilung, in der die Faszination am Größten zu sein scheint, um nach einer neuen Spiritualität zu suchen. Plötzlich scheint für ihn alles irgendwie bekannt zu sein. Die Faszination ist verschwunden und er beginnt im Kreis zu laufen, unfähig sich für das eine oder das andere zu entscheiden, da er alles schon kennt.

Erschöpft (fertig geschöpft) kehrt er zu mir zurück und gibt mir zu verstehen, dass er unfähig ist zu wählen, da er unfähig ist etwas zu finden, dass ihn wirklich fasziniert. Er kennt alles in und auswendig, da er derjenige ist der mit seiner Geistigkeit alles durchdringt.

Meine Seele lächelt den Spirit an und sieht ihm in die Augen.

Stopp!! Das ist jetzt zu viel für ihn. Er bricht förmlich nieder. In den Augen meiner Seele sieht er eine Lebendigkeit, die ihm bewusst macht, dass alles was er bislang gesehen hat, nur ein Film war.

In diesem Moment hat er das Gefühl, dass er sich auflöst. Er scheint keine eigene Struktur zu haben. Alles was er bislang kreiert und geschöpft hat soll reine Einbildung, Fiktion, Annahme sein? Ein Traum???

Das ist zu viel für ihn. Als leblose Hülle kommt er sich vor. Unfähig aus sich selbst heraus Entscheidungen zu treffen, die ihn im Herzen berühren und damit in eine erfüllende Lebendigkeit bringen würden.

Meine Seele berührt mit liebevollen Händen die leblose Hülle des Geistes der sich trotz all der Informationen die er hat leblos vorkommt.

Sprachlos und mit offenem Mund, mit offenen Ohren und mit offenem Herzen stehe ich da und weine Tränen der Erlösung. Es ist wie eine Hochzeit, wie eine Vermählung von Herz und Geist, die sich in Liebe vereinen.

Mir kommt die Frage meiner Seele wieder in den Sinn: Was berührt meine Seele?

Ich kann diese Frage jetzt bildhaft verstehen. Ich dachte mir immer, all das was mich im außen fasziniert berührt meine Seele. Ja, es war in gewisser Weise auch so. Jeder einzelne der Filme hat mich berührt und doch konnte keiner den Hunger nach dem Leben auf die Dauer stillen. Es war eben nur eine Berührung an der Oberfläche.

Meine Seele gibt mir bildhaft zu verstehen, dass sie es ist, die aus mir heraus, vielleicht durch meine Hände, wahre Lebendigkeit in Erfahrung bringt, weil sie es ist, die durch meinen Körper (also auch meinen Körper) die Welt berührt und damit lebendig macht.

Es ist an der Zeit den Filmladen zu verlassen, um zusammen mit der Seele und dem Geist Hochzeit zu feiern. Eine hohe Zeit der Liebe in der alles, was meine Seele berührt, wieder in die Beseeltheit geht. Eine für meinen Geist bislang ungeahnte Lebendigkeit entfaltet sich in mir.

Mit Tränen in den Augen halte ich diese Botschaft meiner Seele in den Händen und weiß, die neue Spiritualität fließt einzig und allein durch mich, durch meinen kreativen Ausdruck, durch meinen Körper, durch meinen Mund, durch meine Hände in die Welt, weil meine Seele es ist, die den Geist, die Idee, den Samen, den Traum lebendig macht.

Ein echtes Taumpaar die beiden. Er kennt alle Filme und sie bringt das auf den Bildschirm was ihrer innersten Sehnsucht entspricht.