Offenbarungen der Seele

Ganzheitliche Gesundheit

Im Lichte meines Bewusstseins und im Schein meiner Aufmerksamkeit, wurde mir immer mehr und mehr bewusst, wie ich lebe, was ich denke, was ich fühle, wie und was ich spreche. Gefangen im selbstgeflochtenen Netz aus Worten, Gedanken, Gefühlen und mehr oder weniger unbewussten Reaktionen und Handlungsweisen führte mich das Leben auf den Weg der Selbstreflexion.

Nach und nach wollten unterschiedlichste Themenbereiche von mir betrachtet und unter die Lupe genommen werden. So stellte sich mir eines Tages auch die Frage was mir mein Körper wohl mit dem ständigen Schmerz im Solarplexus Bereich mitzuteilen versuchte. Von der Schulmedizin als physisch gesund eingestuft, befand ich mich kurz davor mit einem experimentellen Behandlungsplan mit Psychopharmaka die Schmerzen zum Schweigen zu bringen.

Da dies für mich den allerletzten Ausweg darstellte, tauchte ich ein, in das riesige Feld der alternativen für mich inzwischen komplementären Heilmethoden.

Mein Schmerz hat mich bekannt gemacht mit Bioresonanz, mit geistigem heilen, mit Familienaufstellungen, mit Geomantie, mit reinem Wasser, mit Quantenheilung, mit Reiki und mit vielem mehr. Ich bin meinem Schmerz sehr dankbar, dass er so hartnäckig war und mir selbst bin ich dankbar, dass ich am Ball blieb und es immer weiter versuchte die Wurzel des Übels zu finden.

Die Wunderheilung ließ auf sich warten, jahrelang, und so begann ich mich regelrecht selbst im Geiste in meine Einzelbestandteile zu zerlegen. Ich wollte wissen, wie der Körper funktioniert, wollte wissen, wie der Geist funktioniert und wie das alles zusammenspielt. Je mehr ich begann mich mit mir selbst zu beschäftigen umso schwächer wurde der alte Schmerz.

Fasziniert von dem Wunderwesen Mensch begann ich eine Reihe von Ausbildungen zu machen, die mich eintauchen ließen in die Anatomie und die Funktionsweisen des Körpers und in geistige Gesetze und Denkweisen. Ich wurde zu einer Suchenden. Ich suchte die Antworten auf Fragen, die, je weiter ich in die Materie eintauchte, sich vermehrten wie die Fliegen.

Immer wieder stellte und stellt mich mein Körper mit seinen unterschiedlichsten Befindlichkeiten vor die Tatsache, dass es da wohl immer noch Bereiche gibt, wo ich es bislang wohlwissend vermieden habe, hinzuschauen.

Jeder dunkle Fleck möchte von mir mit dem Schein meines Bewusstseins beleuchtet werden. Die ursprüngliche Suche nach Antworten und Lösungen ist zu einer Entdeckungsreise geworden. Eine Reise in der mein Körper der treue Begleiter ist und der mich immer wieder vor neue, mehr oder weniger schmerzhafte körperliche oder psychische Herausforderungen stellt. Immer dann, wenn ich glaube im Besitz einer vollkommenen Gesundheit und im Wohlbefinden zu sein, belehrt mich die Dualität, eines Besseren.

Gesundheit und Krankheit sind die polaren Enden ein und derselben Fahnenstange. Es war die Stimme der Natur, vermutlich meiner wahren inneren Natur, die eines Tages ganz laut wurde, so laut, dass ich sie hören konnte. Sie stellte mir die Frage, wie lange ich dieses Spiel noch spielen möchte?

„Ich fragte welches Spiel?“  „Na, das Spiel von Gesundheit und Krankheit, von Vergessenheit und Bewusstwerdung. Scheinbar spielst du es sehr gerne, denn du beginnst immer wieder von vorne und es fasziniert dich. Immer wieder erarbeitest du dir den Zustand von reinem Wohlbefinden und ein schlechter Traum reicht oft schon aus, um in das Gegenteil zu kippen.

Ich merke, wie du um die Beständigkeit kämpfst, um dir diesen hart erarbeiteten Zustand möglichst lange aufrecht zu erhalten. Du befolgst Regeln und Vorschriften, nimmst bewusst gesunde Stoffe zu dir und vermeidest wiederum ungesunde Nahrung und du weißt ganz genau, was für deine Gesundheit gut ist und tust alles für sie. Im Gegenzug hoffst du auf ihre beständige Anwesenheit, nein du glaubst sie durch dein Verhalten kontrollieren und beeinflussen zu können.“

„Ja, aber das kann ich doch auch“, kam es aus mir herausgeschossen wie aus einer Pistole. „Ich kann doch mit meinem eigenverantwortlichem und bewussten Verhalten meinen Gesundheitszustand beeinflussen“. Ich war sowas von überzeugt von der Sinnhaftigkeit meiner Bemühungen, dass ich die Stimme der Natur fortan erfolglos versuchte zu überhören.

Es war eine ziemlich anstrengende Zeit mich um meine Gesundheit zu kümmern (schreckliches Wort), denn ich war mir im Klaren darüber, dass am Ende der Fahnenstange die Krankheit saß und ich ordentlich zu kämpfen hatte sie in Schach zu halten. Die Krankheit, sie war vielerorts präsent und täglich machte sie durch Berichte in Medien, durch das Sensationsgetratsche und auch durch die leidgeplagten Menschen, die in meine Praxis kamen auf sich aufmerksam.

Die Stimme der Natur in mir, vielleicht war es ja auch meine Seele, begann erneut alles zu hinterfragen, vielleicht weil sie es einfach satt hatte dieses Spiel zu spielen das kein Spiel mehr war, sondern sich im Laufe der Zeit zu einem Kampf ums Überleben entwickelt hatte.

Es war der Zeitpunkt, als ich alles in Frage stellte und als einzige Quelle der befreienden und erfüllenden Antwort meine Seele, meine wahre Natur erkannte.

Ihre einfache Antwort auf all meine offenen Fragen war kurz, klar und deutlich: LEBE

Mit dieser Antwort konnte ich vorerst wenig anfangen. Ich lebte doch. Na ja zugegeben, es war mehr die Sehnsucht nach dem Leben, die mich bislang angetrieben hatte.

Bingo!!! Sollte sich wahres Leben ganz anders gestalten als das was ich bisher unter Lebendigkeit angenommen hatte? Ich bat die Natur, die hinter allen Dingen steht und die eins ist mit meiner Seele um das Verständnis und um den Zugang in eine Welt, in der es reicht zu leben und einfach zu sein.

Die Seele erzählt vom einfachen gesund Sein

So folgte ich mit wachem Geist und offenem Herzen den Ausführungen meiner inneren Natur, die mir von einer Welt erzählt, die mir auf das Innigste vertraut und doch manchmal noch meilenweit entfernt scheint.

Als erstes machte mir meine Seele klar, dass es ein unmögliches Unterfangen ist in eine Scheinwelt, die auf Dualität und Konflikt basiert dauerhafte Gesundheit zu kreieren.

Damit war ich schon das erste Mal überfordert und ich brauchte Wochen oder sogar Monate. um damit etwas anfangen zu können.

Sollte das heißen, dass ich mich bemühen kann, so viel ich will, um dann doch festzustellen, dass es erstens anders kommt und zweitens als ich denke? Sollte die Krankheit ihre Berechtigung haben und wenn ja wozu all der Schmerz?

Ich begann langsam zu akzeptieren, dass es da eine Instanz, einen Bewusstseinszustand, eine andere Dimension gab, die absolut konfliktfrei mit Krankheit umging. Das war jetzt interessant. Ja, das fühlte sich richtig gut an und irgendetwas in mir wurde plötzlich ganz weit und frei.

Dieser Zustand breitete sich in mir aus und ich konnte es mehr und mehr wahrnehmen, wie es sich anfühlte in einem Körper zu sein der befreit war von Widerstand, den Krankheit und Schmerz bislang in mir auslösten.

„Hat dieser Zustand, in dem ich mich da befinde, etwas damit zu tun, dass sich die auf Konflikten basierende Dimension, in die ich bislang eingebunden war, beginnt von mir zu lösen?“ fragte ich mich sofort.

„Ja das hat es“, bekam ich sofort zur Antwort. „Sobald, deine wahre Natur im Begriff ist sich zu zeigen, deine Seele, also ich, immer mehr an Präsenz gewinnt, verabschiedet sich der Konflikt mehr und mehr. Die Dualität, der eine Getriebenheit und eine scheinbare zeitliche Abfolge zugrunde liegt, weicht der Polarität die sich als freies weites, statisches und vor allem harmonisches Feld zeigt.

Hier kann ich als Seele lebendig sein und eins sein mit all dem was mir die Sehnsucht in der dualen Scheinwelt zuflüstert. Ich darf gesund sein und mich wohl fühlen und bin befreit von dem dualen Machtkampf, der sofort den Schmerz und die Krankheit in Aktion ruft, wenn du dich darüber freust, dass es dir gut geht.

Die Polarität befindet sich im Feld des Friedens und ist frei von der Beurteilung und der Bewertung des dualen Machtkampfes. Alles darf sein und aus diesem statischen, ruhigen Feld der Möglichkeiten kreiere ich mir mein Leben.“

Um das irgendwie zu verdauen, brauchte mein Verstand erst mal eine Pause zum Reflektieren.

Also der Film, der da momentan vor meinen Augen abläuft und den ich mein Leben nenne, verblasst zunehmend, wenn ich der Seele mehr Aufmerksamkeit schenke und sie sich dabei in dem unendlichen Feld an Möglichkeiten zu wahrer Lebendigkeit entfaltet? Ahh…. Jetzt verstehe ich die Antwort meiner Seele, die kurz, klar und deutlich war und ist: LEBE

Leben aus der Seele bedeutet aus dem Feld heraus zu leben, in dem bereits alles als Möglichkeit vorhanden ist. Frei vom krampfhaften Bestreben etwas zu erschaffen, schöpft sie aus dem Vollen und lebt einfach.

Seit diesem intensiven Austausch mit meiner Seele frage ich mich immer wieder, ob ich mich mit meiner Absicht in der dualen Scheinwelt befinde, die versucht etwas zu kreieren oder ob ich aus meiner Seele heraus einfach lebe.

3 Gedanken zu „Offenbarungen der Seele“

  1. Liebe Irmgard, ist bei Dir der Knoten jetzt geplatzt? Was da aus Dir heraus sprudelt, hat auf jeden Fall das Zeug für Dein eigenes Buch. Du schreibst «Aus meiner Seele heraus einfach leben!» Ja, genau da bin ich auch gerade angekommen. Mein extrem verdrehtes Ego hat mich (mindestens) 20 Jahre lang davon abgehalten, einfach zu leben. Ich war die ganze Zeit in dem Modus «Um dies zu tun, muss ich zuerst jenes machen/erreichen/vorbereiten/abschliessen etc. etc.» gefangen. Niemals gut genug für irgend etwas wirklich LEBENDIGES und niemals bereit für ECHTE Abenteuer. Ich würde auch sagen «vollkommen verbildet». Was hat mein Ego sich alles einfallen lassen, damit ich bloss nicht einfach lebe. Die naheliegenden Themen im Hier und Jetzt anzugehen und dort zu sein, wo ich gerade bin. Offen dafür, was OHNE Kontrolle des Egos geschieht. Und einverstanden und zufrieden damit zu sein. Heute sage ich «Was sonst?». Wo war ich überall, ohne jemals wirklich «da» zu sein? Damit ist Schluss. Gott sein Dank! Wir kommen an, begegnen und erkennen uns selbst und gegenseitig und es ist gut so, wie es ist. Auch in unserer Zukunft – die nichts anderes ist als unsere Gegenwart. Du hast vor einigen Tagen meinen Artikel «Der ewige Kampf…» kommentiert und ich hatte nicht an die Möglichkeit gedacht, jemanden damit zu berühren. Mit Deinem Feedback hast DU dann MICH berührt. Danke dafür. (Kurze Pause, wirken LASSEN.) Wir kommen also an, begegnen und erkennen uns, und wenn wir vollkommen DABEI sind, bewusst in unserer Seele, dann BERÜHREN wir uns sogar. Na bitte, geht doch! Liebe Grüsse 😉

    1. Lieber Hagen,
      ja, der Knoten hat sich gelöst und es fließt wieder frei aus der Seele heraus. Die Angst hat so manchen Knoten in meinem Hals hinterlassen. Je mehr meine Seele an Präsenz gewinnt, umso mehr dürfen sie sich nach und nach lösen.
      Da wo sich die Seele entfaltet schwindet die Angst und auf einmal kommen Worte aus meinem Mund, die zu einer mir fast schon verloren geglaubten Sprache gehören. Zur Sprache meiner Seele.

      DANKE, Du hast da einen Knoten in mir gelöst. Ich kann der Stimme meiner Seele wieder vertrauen und Vertrauen beseitigt jede Angst.

      Ganz liebe Grüße

      Irmgard

  2. Es sind auch Worte der Liebe, die durch deinen Mund kommen.
    Sind Seele und Liebe identisch? Gibt es einen Unterschied?
    Sind wir im Innersten nichts anderes als Liebe und nennen das Seele?
    Wir fühlen die Liebe in uns und übersetzen das in Worte und Gesten.

    Du sprichst die Sprache der Liebe, Irmgard, das kann jetzt jeder hören.
    Vertrauen beseitigt jede Angst.

    «Eines Tages klopfte die Angst an der Tür.
    der Mut stand auf und öffnete,
    aber da war niemand draussen».
    (Goethe oder Einstein?)

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