{"id":261,"date":"2021-06-02T11:15:07","date_gmt":"2021-06-02T11:15:07","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.autorenschule.info\/?p=261"},"modified":"2021-06-03T14:10:05","modified_gmt":"2021-06-03T14:10:05","slug":"bedingungslos-lieben-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.autorenschule.info\/?p=261","title":{"rendered":"Bedingungslos lieben lernen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><em>&#171;Spring auf die F\u00fc\u00dfe,<br>schwinge deine F\u00e4uste,<br>drohe dem ganzen Universum<br>und warne es, <\/em><br><em>dass dein Herz nicht mehr l\u00e4nger<br>ohne wahre Liebe leben kann!&#187;<br>(Hafiz)<\/em><br><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Wir sp\u00fcren bei dem Thema Schmerz und Sehnsucht zugleich:<\/strong><br>Die Sehnsucht: Wir wollen bedingungslos geliebt werden, ohne Wenn und Aber, ganz so wie wir sind, ohne uns ver\u00adstellen und verbiegen zu m\u00fcssen. <br>Der Schmerz: Wir kennen dieses Gef\u00fchl fast nicht, nur Ver\u00adletzungen, als ob unser Charakter ein Panzer all unserer Abwehr-Muster gegen Verletzungen sei, das starr gewordene Schneckenhaus, in das wir uns bei der kleinsten Unsicherheit zur\u00fcckziehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tats\u00e4chlich frage ich mich selbst: Habe ich jemals wirklich bedingungslos geliebt? Hat jemals ein Mensch in meinem Leben sich von mir bedingungslos geliebt gef\u00fchlt?!<\/strong> Wahr\u00adschein\u00adlich mache ich mir Illusionen. \u2013 Hat mein Sohn mir nicht vor einiger Zeit offenbart, dass er sich nie geliebt gef\u00fchlt hat? (Ich war geschockt!) Und nat\u00fcrlich wollte ich in der \u201eErzieh\u00adung\u201c meines Sohnes alles andere machen als meine Eltern (Parole: Lieben statt erziehen!) \u2013 und habe feststellen m\u00fcs\u00adsen, dass dies gar nicht so einfach ist! Da sind Muster, die tief eingebrannt sind, famili\u00e4re Brand\u00admarken. Und mir wurde bewusst: <strong>Ohne meine Mutter- und Vaterwunden in Ehre und Liebe geheilt zu haben, bin ich nicht frei f\u00fcr jegliche Liebe.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und das einzige Heilmittel auch f\u00fcr diese Wunden ist: LIEBE.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und ich sage heute ohne Wenn und Aber: Der Schl\u00fcssel f\u00fcr bedingungslose Liebe ist, die eigenen Eltern bedingungslos lieben zu k\u00f6nnen.<\/strong> Vielleicht ist das sogar das einzige sinnvolle \u201eErziehungsziel\u201c: Liebe annehmen und schenken zu k\u00f6nnen. Vor allen Dingen: die wahre Liebe hinter dem oberfl\u00e4chlichen Gez\u00e4nk wahrnehmen und entfalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eWahre Liebe\u201c ist das Gegenteil von \u201ebedingter Liebe\u201c. <\/strong>Schon die Redewendung, dass es \u201ewahre Liebe\u201c gibt, spricht doch daf\u00fcr, dass es auch \u201eunwahre Liebe\u201c geben muss: Pseudo-Liebe, Liebe als Tausch f\u00fcr des anderen Leistungen: Wenn du brav bist, liebe ich dich. Wenn du mich nicht entt\u00e4uschst, dann liebe ich dich. Oder noch versch\u00e4rft formuliert: <strong>Solange du mich nicht ent\u00adt\u00e4uschst, kann ich dich lieben.<\/strong> Diese \u201eWenns\u201c (was immer darauf folgen mag), signalisiert die gnaden\u00adlose und herzlose Bedingung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bedingungen stellt der Kopf. Es ist der Sieg des Kopfes \u00fcber das Herz. F\u00fcr Herz und Seele ist \u201eBedingung\u201c ein Fremdwort, ein Killer-Begriff.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Doch: <strong>Warum m\u00fcssen wir diese Bedingungslosigkeit erst neu lernen?<\/strong> Lieben Kinder ihre Eltern nicht etwa bedingungslos? Und wenn Hunde zu uns eine Beziehung aufgebaut haben (bei Katzen ist es schwieriger), dann stellen sie an ihre Zu\u00adneigung keine Bedingung, nicht einmal gef\u00fcttert zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist Liebe nicht im Grunde <strong>immer<\/strong> bedingungslos? Anders ge\u00adfragt: Wenn man seine Zuneigung an Bedingungen stellt, ist es dann \u00fcberhaupt noch LIEBE, schwindet sie dann nicht wie ein geplatzter Luftballon?<\/p>\n\n\n\n<p>Was wird aus dem \u201eVerliebtsein\u201c? Verpufft!<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht f\u00fchrt uns eine andere Frage zur L\u00f6sung: <strong>Warum f\u00e4llt es uns so schwer, bedingungslos zu lieben? Haben wir \u201eschlechte Erfahrungen\u201c gemacht, die uns Grund zu einem ab\u00adgrund\u00adtiefem Misstrauen geben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir wurden als Kinder verletzt. Sicherlich nicht alle, aber die meisten. Und Verletzung bedeutet, das Vertrauen St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck zu verlieren: <strong>das Urvertrauen, das die Welt es mit uns GUT meint und sich um unser Wohlergehen sorgt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe als junger Mann daran gezweifelt, dass es Sinn macht, Kinder in diese feindliche, menschenunfreundliche Welt zu setzen: unverantwortlich, wie mir schien. Doch wer sollte diese Welt dann \u00e4ndern? Und dann war sie schwanger und die kleine Seele war wohl st\u00e4rker als mein Misstrauen \u2013 und das kleine Wesen wurde mit Freude empfangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe als junger Mensch immer an das Gute im Menschen geglaubt. Doch die Psychologie der damaligen Zeit themati\u00adsierte unsere \u201eaggressive Natur\u201c, unseren \u201eTodestrieb\u201c. Es war eine regelrechte Erl\u00f6sung, als die Psychologie die Wende vollzog zur \u201ehumanistischen und positiven Psychologie\u201c. So lange ist das gar nicht her. Und es braucht oft mehr als eine Generation, bis solch eine Wende in der Theorie sich dann auch in der allt\u00e4glichen Lebens-Praxis umgesetzt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Und hat nicht die ganze Natur zu Recht dieses Urvertrauen? Dass nach der Nacht wieder der Tag und der Sonnenschein kommt? Dass nach dem Winter der Fr\u00fchling wieder ins Land zieht? Dass alle Verletzungen die Selbstheilungskr\u00e4fte akti\u00advieren?<\/p>\n\n\n\n<p>Dass, wie tief wir auch fallen, wir immer in Gottes Hand fallen?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich will hier keinen spannenden Liebesroman schreiben (am Ende finden die Dual-Seelen sich \u2026), sondern gleich zum Punkt kommen: <strong>Wir m\u00fcssen lieben lernen \u2013 als lebenslange Aufgabe \u2013 und das, ohne Bedingungen zu stellen.<\/strong> Der Seelenpartner ist nicht die Bedingung f\u00fcr eine erf\u00fcllte Liebe, sondern der \u201eSparring-Partner\u201c. Vielleicht ist das sogar der Sinn unseres Daseins als Menschen. Es sind sicherlich \u201ehisto\u00adrische Bedingungen\u201c (die Gesellschaft und Kultur des Waren\u00adtausches und des Patriarchats), die uns voller Misstrauen ins Schneckenaus haben zur\u00fcckziehen lassen, dem Leben im Panzer. Doch tut es mir, uns und den anderen gut mit solchen Panzern?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>K\u00f6nnen wir \u00fcberhaupt leben, ohne verletzt zu werden und andere zu verletzen?<\/strong> Als Engel im Himmel viel\u00adleicht. Doch haben wir uns zu dieser Inkarnation im Jammer\u00adtal der Erde entschlossen. Es ist die H\u00f6lle, wenn wir nicht lieben lernen und sanft mit uns umgehen. Und wenn wir endlich auch gelernt haben, unsere \u201eFeinde zu lieben\u201c, dann erkennen wir doch auch, dass sie NIEMALS unsere Feinde waren, sondern nur Ein\u00adbildungen unserer phantastischen Lieblosigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Herausforderung und der Lohn ist es nat\u00fcrlich, sich selbst lieben zu lernen. W\u00e4re es nicht das Paradies auf Erden, wenn jeder gelernt h\u00e4tte, sich selbst bedingungslos zu lieben?<\/p>\n\n\n\n<p>Und ich wage eine Prophezeiung: <strong>Sobald wir es (\u00fcber die Inkarnationen) gelernt haben, uns selbst be\u00addingungs\u00adlos zu lieben, dann sind wir unsterblich wie die G\u00f6tter!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hei\u00dft es nicht schon seit unserer Antike (als Weisheit unserer Urahnen): Menschen sind sterbliche G\u00f6tter und G\u00f6tter unsterbliche Menschen. <strong>Also DANN \u2026 auf zu unserer Unsterblichkeit!<br>Unsere Seele kennt sich da aus.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#171;Spring auf die F\u00fc\u00dfe,schwinge deine F\u00e4uste,drohe dem ganzen Universumund warne es, dass dein Herz nicht mehr l\u00e4ngerohne wahre Liebe leben kann!&#187;(Hafiz) Wir sp\u00fcren bei dem Thema Schmerz und Sehnsucht zugleich:Die Sehnsucht: Wir wollen bedingungslos geliebt werden, ohne Wenn und Aber, ganz so wie wir sind, ohne uns ver\u00adstellen und verbiegen zu m\u00fcssen. 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